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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 23/2013
Vertrauen, verändern, genießen
Margot Käßmann über die Zukunft der Christen
Der Inhalt:

Gurlitt? Es waren viele!

von Irene Dänzer-Vanotti vom 06.12.2013
Hunderttausende Deutsche haben sich am Eigentum der Juden bereichert

Da ist sie wieder, die Vorstellung von reichen Juden, an deren Wänden teure Bilder hingen. Sie hätten, denkt man, die Werke verkauft, um Geld für die Flucht aufzutreiben. Doch diese Vorstellung ist weitgehend falsch. Denn erstens wurden die Juden zum Verkauf ihrer Bilder gezwungen, bevor sie deportiert wurden. Nur selten ging es um Geld für die Flucht. Und zweitens waren die wenigsten jüdischen Familien reich. Die Diebe ihrer Habe hießen nicht Gurlitt, sondern Fritz Meier und Liese Müller. Hunderttausende Deutsche haben sich an den verfolgten Juden bereichert.

Von 1938 an mussten alle Juden Listen mit ihrem Besitz anlegen. Ein Picasso stand selten auf der Liste. Da stand: »Ein Regenschirm. Ein Regencape. Ein Schrank. Eine Einkaufstasche. Eine Wolldecke.« Diese Listen – das hat der Düsseldorfer Historiker Wolfgang Dreßen erforscht – wurd

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