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Gurlitt? Es waren viele!

Hunderttausende Deutsche haben sich am Eigentum der Juden bereichert
von Irene Dänzer-Vanotti vom 06.12.2013
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Da ist sie wieder, die Vorstellung von reichen Juden, an deren Wänden teure Bilder hingen. Sie hätten, denkt man, die Werke verkauft, um Geld für die Flucht aufzutreiben. Doch diese Vorstellung ist weitgehend falsch. Denn erstens wurden die Juden zum Verkauf ihrer Bilder gezwungen, bevor sie deportiert wurden. Nur selten ging es um Geld für die Flucht. Und zweitens waren die wenigsten jüdischen Familien reich. Die Diebe ihrer Habe hießen nicht Gurlitt, sondern Fritz Meier und Liese Müller. Hunderttausende Deutsche haben sich an den verfolgten Juden bereichert.

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