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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2020
Arbeiten und Leben nach Corona
Was wir aus der Krise lernen können
Der Inhalt:

Todesfalle Pflegeheim

von Ulrike Scheffer vom 16.05.2020
Mindestens ein Drittel aller Covid-19-Toten lebte in Alten- und Pflegeheimen. Dort wurde mit den völlig falschen Mitteln auf die Pandemie reagiert.
Seniorenhaus in Schwerin. (Foto: pa/Büttner)
Seniorenhaus in Schwerin. (Foto: pa/Büttner)

Ältere Menschen erkranken häufig besonders schwer an Covid-19. Deshalb hat ihr Schutz einen hohen Stellenwert bei der Pandemie-Bekämpfung. Viele Anordnungen rund um den Lockdown wurden sogar ausdrücklich mit der Gefährdung der Senioren begründet. Doch dieser Schutzschirm wirkt nicht: Mindestens ein Drittel aller Covid-19-Toten lebte in Alten- und Pflegeheimen. Die Einrichtungen haben sich zu regelrechten Todesfallen entwickelt, obwohl die Bewohner wegen des verhängten Besuchsverbots über Wochen von der Außenwelt abgeschnitten waren.

Offensichtlich war die Abschottung nicht nur der falsche Ansatz, sie hatte außerdem schlimme Nebenwirkungen. Für die Betroffenen war die Isolation oft unerträglich, viele sind regelrecht traumatisiert und haben den Lebensmut verloren. Das hätte vermieden werden können. Um eine Infektion durch Besucher auszuschlie

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