Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2022
Im Netz des Lebens
Ein neues Bild vom Menschen für eine bessere Politik
Der Inhalt:

Macron gewinnt Präsidentschaftswahl in Frankreich
Kein Triumph in Paris

von Constantin Wißmann vom 25.04.2022
Macrons Wiederwahl sorgt für Erleichterung in Europa. Doch dass es so knapp war, ist ein Alarmsignal. Das Zentrum Europas ist zerrissen, gerade jetzt, wo die Bedrohung aus dem Osten so groß ist wie lange nicht.
Emmanuel Macron: Erleichterung nach knappem Sieg. (Foto:pa/ap/Christophe Ena)
Emmanuel Macron: Erleichterung nach knappem Sieg. (Foto:pa/ap/Christophe Ena)
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang sofort plus 2 Hefte gratis nach Hause
  • 4 Wochen kostenlos alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de lesen
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • die nächsten 2 Ausgaben gratis in Ihrem Briefkasten
Digital-Zugang
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Selbst dem wiedergewählten Präsidenten war nicht nach Feiern zumute. Statt auf einer großen Party wie nach seiner ersten Wahl 2017 zu feiern, zog sich Emmanuel Macron nach diesem Sieg gegen Marine Le Pen zurück auf seinen Landsitz. Erst einmal durchatmen. So ging es auch vielen Europäern, zumindest denen, die die europäische Vereinigung im Prinzip für eine gute Idee halten. Hätte Le Pen gewonnen, würde Europas einzige Atommacht inmitten der größten sicherheitspolitischen Krise des Kontinents seit dem Zweiten Weltkrieg jetzt von einer Frau regiert werden, die: sich für das Ende der deutsch-französischen Zusammenarbeit ausgesprochen hat; die EU rückabwickeln will; Frankreich aus der Kommandostruktur der Nato lösen möchte; von einer Kreml-nahen Bank finanziert wurde; an der Annexion der Krim durch Russland nichts a

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.
Georg Lechner
29.04.202208:33
In Frankreich kommt zur allgemein feststellbaren Spaltung der Gesellschaft durch die faktische Plutokratie (Gesetzgebung im Interesse der Geldgeber der Wahlkämpfe) noch das koloniale Erbe hinzu, das sich in den explosiven sozialen Spannungen in den Banlieus besonders zeigt. Auf der anderen Seite befeuert es das reaktionäre Gedankengut derer, die der kolonialen Hybris nachtrauern (einige Offiziere starteten wegen der Entlassung Algeriens in die Unabhängigkeit einen Putschversuch gegen de Gaulle mit CIA- Unterstützung, wie der US-Historiker David Talbot in "The Devil's Chessboard" schrieb).
Neben der Finanzierung der Wahlkämpfe unternehmensfreundlicher und zumeist auch reaktionärer Parteien beeinflussen die Reichen auch über die Inseratenvergabe an die Medien den Ton der Berichterstattung und damit die Realpolitik, was dazu führt, dass die Journalisten im Vertrauensindex nur wenig über dem grottenschlechten Ranking der Politiker liegen.