Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2020
Mission impossible
Kolonialismus und Rassismus in christlichem Gewand
Der Inhalt:

Fehleinschätzung

von Barbara Tambour vom 13.06.2020
Das Klima-Bündnis Ende Gelände ist im Visier des Berliner Verfassungsschutzes
Fordern mehr Klimaschutz: Umweltaktivisten blockieren eine Bahnstrecke zwischen den Braunkohlekraftwerken Neurath und Niederaußem. (Foto: pa/dpa)
Fordern mehr Klimaschutz: Umweltaktivisten blockieren eine Bahnstrecke zwischen den Braunkohlekraftwerken Neurath und Niederaußem. (Foto: pa/dpa)

Sind Anti-Kohle-Aktivisten Verfassungsfeinde? Der Berliner Verfassungsschutz stuft in seinem kürzlich veröffentlichten Verfassungsschutzbericht 2019 die Berliner Gruppe von Ende Gelände als »linksextremistisch« ein. Das liegt zwar im Vorfeld von »verfassungsfeindlich«, zeigt aber, dass die Verfassungsschützer den Slogan »system change – not climate change« als potenziell verfassungsgefährdend ansehen.

Das bundesweit agierende Bündnis Ende Gelände organisiert seit fünf Jahren Klimacamps in Braunkohle-Revieren und blockierte dabei auch Gleise, Zufahrtsstraßen und Bagger. Doch nicht allein die Proteste und die Camps mit immer mehr Teilnehmern stoßen den Verfassungsschützern auf. Sie beargwöhnen vor allem die Gruppe Interventionistische Linke, die Teil des Anti-Kohle-Bündnisses ist. Und fürchten, die Protestierenden würden von dieser Gruppe missbraucht, um eine Verbindung von zivilen Protestbündnissen zu gewaltbereiten Kräften zu schaffen.

In jedem Bündnis ist es möglich, dass einzelne Gruppen das Anliegen für ihre eigene Agenda nutzen. Doch dass immer mehr junge – und auch alte – Menschen an Klimacamps teilnehmen und zu Aktionen zivilen Ungehorsams bereit sind, ist nicht in erster Linie das Verdienst einer radikalen linken Gruppe. Der Grund ist das Fehlen einer nachdrücklichen Klimapolitik.

Die Corona-Krise verdeckt, wie frustriert viele junge Menschen sind, dass ihre Schulstreiks im vergangenen Jahr kaum etwas gebracht haben. Sie haben das Gefühl, sehenden Auges in die Klimakatastrophe zu steuern. Viele einst bei Friday for Future Engagier

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Kommentare
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.