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Meinung
Den erzbischöflichen Hintern retten

Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch hat vertuscht, gelogen, getäuscht. Ausgerechnet er, der nach 2010 den betroffenen Aufklärer gab. Eine Zornesrede.
von Matthias Drobinski vom 21.04.2023
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Gab sich betroffen, während er Missbrauch vertuschte: Robert Zollitsch (Foto: dpa/Boris Roessler)
Gab sich betroffen, während er Missbrauch vertuschte: Robert Zollitsch (Foto: dpa/Boris Roessler)

Man könnte kotzen. Darf man das so drastisch sagen, wo es doch um einen älteren Herrn geht, einen Erzbischof der katholischen Kirche, vor Jahr und Tag hoch geehrt in den Ruhestand verabschiedet? Gerade deshalb muss man es so sagen. Man könnte kotzen, wenn man sich erinnert, wie es dem Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch gelang, inmitten des großen Missbrauchsskandals von 2010 den Eindruck zu erwecken, er nehme die Sache ernst und sei tatsächlich erschüttert. Der damalige Bischofskonferenzvorsitzende Zollitsch schien manchmal hilflos zu sein, aber insgesamt gutmeinend; ein Reformer, der begriff, dass der Grund der Kirche und des Glaubens wankt, wenn Kirchenmänner Minderjährigen und Abhängigen sexualisierte Gewalt antun.

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