Juli Zeh: »Nicht wegducken«
von
Udo Taubitz
vom 14.02.2017
»Wir müssen weg von der Idee, immer nur unsere eigenen Bedürfnisse zu befriedigen«, sagt die Schriftstellerin Juli Zeh, die fehlende Bereitschaft, sich für die Gemeinschaft einzusetzen, hält sie für ein Grundproblem unserer Zeit (Foto: Luchterhand Literaturverlag/Thomas Müller)
Publik-Forum: Frau Zeh, Ihr Roman »Unterleuten« steht seit über einem Jahr auf den Bestsellerlisten. Er spielt in Brandenburg, in einem Dorf, dessen Bewohner im Clinch liegen. Nun leben Sie selbst in so einem Dorf. Was sagen Ihre Nachbarn zu dem Buch?
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Juli Zeh, geboren 1974 in Bonn, ist eine der bekanntesten deutschen Intellektuellen. Sie studierte Jura in Passau, Krakau, New York und Leipzig. Parallel schloss sie ein Diplom am Deutschen Literaturinstitut Leipzig ab. Mit ihrem Debütroman »Adler und Engel« wurde sie auf Anhieb bekannt. Ihre bislang sieben Romane werden weltweit in 35 Sprachen gelesen. Ihr Roman »Unterleuten« spielt in einem ostdeutschen Dorf, in dem ein Windpark geplant wird. Interessen prallen aufeinander, Menschen verraten aus Egoismus ihre Überzeugungen – und entschieden wird nicht im Dorf, sondern irgendwo in der großen Politik.

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