Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2023
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft

Kunst
Familie ist, was wir daraus machen

Das Kunstmuseum Ravensburg zeigt die Ausstellung »(Wahl-)Familie«.
von Anne Strotmann vom 02.10.2023
Artikel vorlesen lassen
Was macht Familie aus? Die chinesische Künstlerin Pixy Liao porträtiert die Beziehung zu ihrem fünf Jahre jüngeren Partner. (© Pixy Liao, Holding, 2014, Courtesy die Künstlerin und Stieglitz 19, Antwerpen)
Was macht Familie aus? Die chinesische Künstlerin Pixy Liao porträtiert die Beziehung zu ihrem fünf Jahre jüngeren Partner. (© Pixy Liao, Holding, 2014, Courtesy die Künstlerin und Stieglitz 19, Antwerpen)

Ausstellung. Familie besteht aus Liebe und Streit, kann Geborgenheit geben und Bürde sein. Im Kunstmuseum Ravensburg erzählen 14 Künstlerinnen und Künstler mit Fotos, Skulpturen und Filmen von Familienkonstellationen aller Art, von großen Gefühlen, skurrilen Eigenheiten oder komplexen Familiendynamiken.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 19/2023 vom 06.10.2023, Seite 54
Was läuft falsch im Vatikan?
Was läuft falsch im Vatikan?
Der Jesuit Hans Zollner über mangelnden Aufklärungswillen bei sexuellem Missbrauch
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper

Thomas Struth, Fotograf der »Düsseldorfer Schule«, hat Familien gebeten, sich selbst aufzustellen. Man sieht weite Abstände zwischen den Mitgliedern bei den einen, Hierarchie bei den anderen, Zusammenrücken auf Augenhöhe bei den nächsten – spannende psychologische Porträts.

Die chinesische Künstlerin Pixy Liao zeigt, dass sich Familien- und Rollenbilder wandeln. Sie wuchs in dem Bewusstsein auf, dass ein Mann Beschützer und Mentor sein soll, ihr Partner Moro ist aber fünf Jahre jünger als sie. In ihren Selbstporträts hinterfragen die beiden standardisierte Beziehungen zwischen Mann und Frau.

Familie ist, was wir daraus machen. Das beweist auch die Künstlerin Chantal Regnault. Von 1989 bis 1992 dokumentierte sie die New Yorker »Ballroom«-Szene, wo sich größtenteils queere Afroamerikaner und Latinos in »Häusern« unter einer »Mutter« oder einem »Vater« zusammenschlossen. Dort fanden sie Akzeptanz. Die Ausstellung zeigt, dass Familien zwar sehr unterschiedlich sind, aber sie eines eint: Sie definieren sich durch Zugehörigkeit. Im besten Fall setzen sie sich aus Menschen zusammen, mit denen wir uns identifizieren und die uns Halt geben.

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.
Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00