»Ich bin Ken«
Der Film »Barbie« ist das Kinoereignis des Jahres; schon über
1,2 Milliarden Dollar hat er seit seinem Start am 20. Juli
eingespielt. Mit realen Schauspielerinnen und Schauspielern inszeniert die Drehbuchautorin und Regisseurin Greta Gerwig eine turbulente Geschichte rund um jene Spielzeugpuppe
mit dem blonden Wallehaar und den surreal langen Beinen. Das Publikum wird dabei in eine schreiend pinke Plastiktraumwelt entführt und erlebt
einen zwischen Musical, Satire und Drama changierenden Kinospaß.
Kontrovers diskutiert seither die ganze Welt über das Frauenbild des Films: Ist es emanzipatorisch, altmodisch, sexistisch – oder alles zugleich?
Dabei könnte man sich doch auch die Frage stellen, ob der Kassenschlager nicht vielleicht spannender in dem ist, was er über den Mann sagt. Denn dieser »Ken«, der in der Puppenwelt bisher bloß ein weiteres Accessoire war – etwa vom gleichen Rang wie Barbies neueste High Heels oder Puderdose –, gewinnt in dem Film so an Format, dass er mitunter der weiblichen Titelfigur die Show stiehlt. Aber lassen wir den bisher so verkannten Mann in diesem (fiktiven) Brief selbst sprechen:
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