Mein heiliger Ort


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Es ist 20 Jahre her. Pause auf der Raststätte an der A3, »Geiselwind«, ein riesiger Autohof, Trucker, Fastfood, Hotel. Am Rande ein eigentümlicher Kirchturm. Mich zog es hin und ich fand mich in einer kleinen Kirche wieder. Ziemlich kitschig, aber beherzt. Ein großes rotes Bild, ein kunstvoll geschwungener Holzaltar, ein schlichtes Kreuz mit einer gläsernen Scheibe, frische Blumen. Kerzen brennen. Leise Meditationsmusik im Hintergrund. Unfassbar: mitten im Rasthofgewusel dieser Ort der Stille.
Ich bin ziemlich viel mit dem Auto unterwegs. An dieser Kirche fahre ich nie vorbei. Die Besuche sind zum Ritual geworden. Ich gehe hinein, zünde eine Kerze für meine Lieben an, bete, setz mich dann und kann wundervoll zur Ruhe kommen. Neulich kam eine graue Katze herein und schmiegte sich an mich. Unfassb
Uwe Birnsteinist Theologe und Journalist, er lebt in München.
