Rom stöhnt


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Der Zudrang muss beispiellos gewesen sein. »Rom bot Tag und Nacht das Schauspiel von heergleich hereinströmenden oder herausziehenden Pilgern dar«, schreibt der Historiker Ferdinand Gregorovius Mitte des 19. Jahrhunderts über das erste heilige Jahr der Geschichte im Jahr 1300. Und ein Chronist, der sich damals selbst unter die Wallfahrer gemischt hat, berichtet: »Die Römer wollen im Ganzen zwei Millionen an Frauen und Männern gezählt haben. Oft sah ich Männer wie Weiber unter die Füße getreten und mit Mühe entkam ich selbst einige Male dieser Gefahr.«
725 Jahre später läuft man als Rompilger im heiligen Jahr wohl eher Gefahr, unter die Räder als unter die Füße zu kommen. Und eins gehört offenbar schon immer dazu – die Menschenschwärme, die übervolle Stadt, oder neudeutsch: der Overtourism. Auf r
Antje Dechertist freie Journalistin in München und als Reporterin, Redakteurin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk tätig.
