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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vom 22.08.2024
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»Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten!«, schrieb Bertolt Brecht in seinem Gedicht »An die Nachgeborenen.« Ja, wirklich. Und wieder leben wir in finsteren Zeiten. Ich bleibe jetzt häufig an Spielplätzen stehen und beobachte die Kinder, wie sie fröhlich klettern und im Sandkasten buddeln. Und mein Herz wird schwer. Welche Zukunft erwartet sie? Welche Gegenwart erleiden schon jetzt so viele Kinder, die in Kriegen verhungern und sterben? Ich höre immer öfter den Satz: »In diese Welt darf man keine Kinder mehr setzen«, oder: »Wie gut, dass ich schon so alt bin, dass ich das nicht mehr erleben muss.« Kriege, Flüchtlingsnot, tödliche Fluten, Feuersbrunst, sterbende Landschaften – Welt unter. Die Menschen scheinen von einem Grundgefühl erfasst zu sein, was in biblischer Sprache als »Apokalypse« bezeichnet wird. »Ich ertrage die täglichen Nachrichten nicht mehr«, sagen immer mehr Zuschauerinnen und Zuschauer. Zeitenwende. Wir sollen kriegstauglich werden, um einen Krieg zu verhindern. Nun werden wieder Raketen in Deutschland stationiert. Und Einstein warnt: »Ich bin nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.«

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Schlagwörter: Hoffnung Zeitenwende
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