Ungleichheit erklären
Geschichten gegen die soziale Schieflage

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Er will die Menschen aufrütteln, ihnen klarmachen, dass die alten Wirtschaftskonzepte mit endlosem Wachstum und Konsum ausgedient haben. Der 53 Jahre alte Martin Oetting ist überzeugt: Solche Konzepte bieten keine passenden Antworten für die heutigen Herausforderungen. Sein Credo: »Wir brauchen eine Wirtschaft, die im 21. Jahrhundert funktioniert – und die uns allen und dem Planeten dient, anstatt andersherum.«
Auf der Bühne und in Videos auf Youtube spricht er darüber, was ihn wütend macht: die AfD, die Eliten, die zögerliche Klimapolitik. Er will den Systemwandel: weg von Naturzerstörung, Ungleichheit, Ausbeutung und hin zu einer Wirtschaft, die allen guttut. Jeden Monat veröffentlicht Oetting ein neu




Georg Lechner 23.02.2026, 20:09 Uhr:
In den westlichen Ländern sind wir an den Grenzen des Wachstums angelangt. Das sieht man insbesondere an den Absatzproblemen und in deren Folge an den protektionistischen Maßnahmen sowie dem Druck auf die Beschäftigten. Wachstum lässt sich auch mathematisch hinterfragen: Nenne mir die gewünschte Wachstumsrate und ich sage dir dafür, in wieviel Jahren du doppelt so viel konsumieren und doppelt so schnell schlafen musst,um dieses Wachstum zu erreichen. Ich nutze dafür die Überschlagsformel: 70 dividiert durch Prozentzahl des Wachstums ergibt die Jahre bis zur Verdopplung.
Diese Formel ist brauchbar für den Bereich von 1 bis 10 %.