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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2020
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft

»Unterschreibe deine Entlassung, bevor Du angestellt wirst«

von Michael Schrom vom 02.10.2020
Pfarrer Wolfgang Herrmann kümmert sich um Migranten und um ausländische Arbeitnehmer, die nur befristet in Deutschland beschäftigen. Er kennt Knebelverträge und absurde Klauseln. Eine Gespräch über Ausbeutung, Angst und Ohnmacht
Aufsuchende Seeslsorge: Pfarrer Herrmann auf einer Autobahnraststätte (Foto: www.gaffiti-foto.de)
Aufsuchende Seeslsorge: Pfarrer Herrmann auf einer Autobahnraststätte (Foto: www.gaffiti-foto.de)
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Publik-Forum: Herr Pfarrer Herrmann, zu Beginn der Corona-Krise gab es viel Anerkennung für Pflegerinnen, Lastwagenfahrer, Erntehelfer, allesamt Berufe, die oft von Migrantinnen oder mobil Beschäftigten ausgeübt werden. Hat Corona zu einer neuen Wertschätzung der Migranten geführt?

Wolfgang Herrmann: Corona hat schlagartig deutlich gemacht, wie wichtig die Menschen sind, die diese sogenannten »einfachen« Berufe ausüben. So wurde zum Beispiel für die Ernte-Arbeiter eine Luftbrücke organisiert. Doch ich bezweifle, dass diese Wertschätzung nachhaltig ist. Wir diskutieren jetzt andere Themen, während die Arbeitsbedingungen in vielen Branchen unverändert sind. In der Fleischwirtschaft hoffe ich allerdings auf eine Verbesserung durch das Arbeitsschutzkont

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