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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2016
Schwierige Schüler
Ausrasten, stören, treten: Ein Fall für die Sonderschule? Eine Lehrerin sagt Nein
Der Inhalt:

»Meinen Frieden gebe ich euch«

In Zeiten des Krieges scheint die Logik der Gewalt alternativlos. Doch kann man Hass mit Hass besiegen? Ein theologischer Zwischenruf von Eugen Drewermann
Leidenschaft für den Frieden: Der Pazifismus der Friedensbewegung wird gerne als idealistisch belächelt. Doch er ist eine politische und religiöse Kraft, die das Zusammenleben der Völker verändern kann (Foto: alphaspirit/Fotolia)
Leidenschaft für den Frieden: Der Pazifismus der Friedensbewegung wird gerne als idealistisch belächelt. Doch er ist eine politische und religiöse Kraft, die das Zusammenleben der Völker verändern kann (Foto: alphaspirit/Fotolia)

Beim Thema Krieg und Friede verhält es sich wie auch sonst: Man muss an dieser Welt schon leiden bis zum Äußersten, um das, was Jesus uns zu sagen hat, als notwendig zu nehmen. Sonst werden wir der Spirale der Gewalt nichts entgegensetzen können. Wir werden sie realpolitisch hinnehmen, bedauernd zwar, jedoch als unabänderlich betrachtend. Und dabei verraten wir das pazifistische Erbe Jesu. Denn es gibt keine christliche Rechtfertigung von Gewalt und Krieg. Die jesuanische Gewaltfreiheit ist radikal. Der Pazifismus ist keine Randbotschaft des Evangeliums, sondern die Konsequenz der zentralen Bergpredigt und des auf Feinde ausgeweiteten Liebesgebotes.

Christliche Parteien und das Gleichgewicht des Schreckens

Krieg und Gewaltanwendung soll es nach dem Willen Jesu nicht geben. Die Alte Kirche erlaubte es daher nicht