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Wie Moses vor dem Pharao

Der südafrikanische Bischof Johannes Seoka attackiert gemeinsam mit tieftraurigen Witwen den deutschen Chemie-Riesen BASF
von Thomas Seiterich vom 13.05.2016
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Weshalb machen Sie das überhaupt, warum muten Sie sich die lange Reise und den Frust bei der BASF zu?«, fragt neugierig die blonde Journalistin, die für den Wirtschaftsdienst Bloomberg arbeitet. Es ist stickig und eng im Raum der Globalisierungskritiker von Attac im Frankfurter Bahnhofsviertel. Rund eine Stunde bereits hat Bischof Johannes »Jo« Seoka über das Massaker der südafrikanischen Polizei an den Platin-Bergleuten in Marikana sowie dessen Folgen berichtet. Da geht ein kleines Lächeln über das ernste Gesicht des schmalen anglikanischen Oberhirten: »We have an important story, eine wichtige Geschichte: Eine Witwe geht zum Richter, weil sie unter Unrecht leidet. Er weist sie ab, doch sie geht wieder und wieder hin. Schließlich erhält sie ihr Recht«, sagt Seoka zu der Journalistin von Bloomberg und fügt an: »Sie finden das im Lukasevangelium, 18. Kapitel.« Die Fragerin sagt verblüfft: »Jesus! Dass so etwas in der Bibel steht ...«.

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