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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2021
Am Ende helles Glück.
Wie lassen sich Nahtoderfahrungen deuten?
Der Inhalt:

Nahtoderfahrung
Licht am Horizont

von Christoph Fleischmann vom 20.11.2021
Menschen, die dem Tod nahe sind, machen oft sehr schöne Erfahrungen. Was bedeuten diese Erlebnisse an der Schwelle des Todes für unser Weltbild und was für die Menschen, die sie erleben?
Thomas Mann: »Das Meer ist keine Landschaft, es ist das Erlebnis der Ewigkeit.«(Foto. istockphoto/ml1413)
Thomas Mann: »Das Meer ist keine Landschaft, es ist das Erlebnis der Ewigkeit.«(Foto. istockphoto/ml1413)
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Plötzlich bemerke ich, dass ich von oben auf eine Frau hinabschaue, die auf dem Bett liegt, ihre Beine ruhen auf Stützen. Ich sehe die Panik der Pflegekräfte und Ärzte, ich sehe eine Menge Blut auf dem Bett und auf dem Boden.« So beschreibt eine Frau die dramatische Geburt ihrer zweiten Tochter. Der starke Blutverlust löste aber nicht nur die Wahrnehmung aus, von außen auf sich draufzuschauen: »Schnell wie ein Pfeil schieße ich durch einen dunklen Tunnel. Ein intensives friedliches und seliges Gefühl durchströmt mich. Ich fühle mich von Grund auf zufrieden, glücklich, ruhig und friedvoll. Ich höre herrliche Musik. Ich sehe schöne Farben und eine große Wiese mit herrlichen Blumen, in allen nur denkbaren Schattierungen. In der Ferne leuchtet ein schönes, helles, warmes Licht. Dort muss ich hin. Ich sehe eine Gestalt in ei

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Stephan Mokry
30.11.202107:44
Ich kann das Argument von Jens Dreier akzeptieren, dass am Ende des Lebens der Organismus nochmal für ein positives Erlebnis sorgt. Es bleibt die Frage, warum er diesen Aufwand betreibt: Wenn danach alles vorbei ist, was bringt dieses Erlebnis? Ich kann ja nicht zurückblicken, wie ich es ja sonst im Leben mache, und von daher mich, meine Identität und mein Leben beurteile und konstruiere, da ich von in der Gegenwart aus der Vergangenheit in die Zukunft hin leben. Wenn mit dem Tod wirklich nichts mehr kommt, dann bräuchte es m.E. auch kein positives Erlebnis am Ende.
Monika Ederer-Mosing
22.11.202117:32
Die Psychologin Dr. Susan Blackmore hat lange Zeit Nahtoderfahrungen erforscht und ist zu dem Schluss gekommen, dass sie keine Evidenz für ein Weiterleben nach dem Tod sind, sondern sich aus Vorgängen im Gehirn erklären lassen. Sie selbst hat eine Out-of-Body-Erfahrung gemacht. Ich habe von ihr zwei Bücher auf Englisch über ihre Forschungen: "Dying to Live" und "Seeing Myself". Auch ihre Homepage ist sehr interessant.