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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2011
Die Lust am Selberdenken
Der Inhalt:

Katholische Kirche: Aufstand der Pfarrer

Die beiden Vorarlberger Priester Wilfried Blum und Rudi Siegl unterstützen den »Aufruf zum Ungehorsam« der Pfarrer-Initiative in Österreich. Ihr Ideal ist die lebendige, dynamische Gemeinde, die keinen Menschen ausgrenzt
Zwei Priester, ein Ziel: Wilfried Blum (links) und Rudi Siegl wollen eine offene Kirche, die niemanden ausgrenzt.
Zwei Priester, ein Ziel: Wilfried Blum (links) und Rudi Siegl wollen eine offene Kirche, die niemanden ausgrenzt.

Wer soll die zum Überleben notwendigen Reformen in der katholischen Kirche denn machen, wenn nicht wir, die Pfarrer?« Mit dieser Gegenfrage beantwortet Rudi Siegl in der Pfarrhausküche von Nofels die Frage, weshalb er in der österreichischen Pfarrer-Initiative mitmacht. »Die einfachen Leute, die Laien, haben doch so gut wie keine Chance, unsere Kirche nachhaltig zu verändern«, sagt Siegl. Die Laien hätten gemäß Kirchengesetzbuch zwar »das Recht auf die Messe und die Sakramente«, erklärt der drahtige 69-Jährige.

Bischöfe »ohne Mumm gegenüber Rom«

Doch ebendieses Recht nehme die in Ängsten erstarrte Hierarchie dem Kirchenvolk weg. »Weil die Bischöfe keinen Mumm gegenüber Rom haben« und weil der Papst an der »irrwitzig engen Zugangsbedingung zum Priesteramt festhält«, sprich: am Zwangszölibat.

Doch Siegl, Weihejahrgang 1971, wirkt nicht mutlos und entkräftet wie viele Kollegen seiner Generation. »Resignation liegt