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Gott wohnt am liebsten in den Zwischentönen

vom 26.05.2020
von Helmut Schriffl

corona

gott
in seiner kirche
allein
der arme kerl
wir beschlossen
ihn einzuladen
in unsere wohnung
wir wollten ihm
nahe sein im direkten
kontakt er
nahm unsere
einladung an wir
brauchten nicht
viel platz für ihn er
ist sehr bescheiden er
wohnt am
liebsten in den
zwischentönen
und vor allem in
unausgesprochenem
im übrigen ist er
sehr schweigsam
wir würden ihn
kaum bemerken
wenn nicht
das geschirrspülen
jetzt
wegfallen würde er
macht das jetzt
und
die atmosphäre ist
jetzt anders
anders? sagte ein freund
dem wir davon erzählten
wie ist anders?
wir streiten nicht
mehr beim
mensch-ärgere-dich-
nicht-spiel
das ist alles? sagte
der freund
nein, alles ist
anders jetzt
anders als
früher

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Alle Beiträge des Erzählprojektes »Die Liebe in Zeiten von Corona«

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