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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2012
Satte Geschäfte
Wie Spekulanten Hunger machen
Der Inhalt:

EKD und Muslime auf Verständigungskurs

von Hartmut Meesmann vom 17.07.2012
Die Evangelische Kirche geht unter dem Ratsvorsitzenden Niloaus Schneider auf den Koordinierungsrat der Muslime zu. Vor fünf Jahren hatte die EKD die Muslime noch mit einer Handreichung, die auf Abgrenzung zielte, brüskiert
Die Evangelische Kirche und der Koordinationsrat der Muslime sind im Gespräch: Ali Kizilkaya (l), Sprecher des Koordinationsrates, und Nikolaus Schneider (r), Ratsvorsitzender der EKD (Foto: pa/dpa/Henning Kaiser)
Die Evangelische Kirche und der Koordinationsrat der Muslime sind im Gespräch: Ali Kizilkaya (l), Sprecher des Koordinationsrates, und Nikolaus Schneider (r), Ratsvorsitzender der EKD (Foto: pa/dpa/Henning Kaiser)

Vielleicht schon bald könnte es eine Premiere geben in Deutschland: nämlich eine gemeinsame Stellungnahme der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Koordinationsrates der Muslime – zum Beispiel zur Energiewende oder zum Umgang mit alten Menschen oder zur ethischen Bewertung gentechnischer Errungenschaften.

Gemeinsame Trägerschaft von Kindertagesstätten?

Käme es tatsächlich zu solchen gemeinsamen Stellungnahmen, dann wäre dies eine Art Paradigmenwechsel in den Beziehungen zwischen evangelischer Kirche und einem Teil der Muslime. Denn sogar eine gemeinsame Trägerschaft von Kindertagesstätten können sich beide Seiten vorstellen. Das wurde jüngst bei einem Treffen ins Auge gefasst, zu dem die Muslime eingeladen hatten.

Vor fünf Jahren klang alles noch ganz anders. Da hatte die EKD unter dem Titel »Klarheit und gute Nachbarschaft« eine Handreichung zum Umgang mit den Muslimen vorgelegt, die mehr auf Abgrenzung denn auf Verständigung zielte. Die Erklärung vermittelte den Eindruck, als sei der Islam eine defizitäre Religion, die noch eine Reihe von Hausaufgaben zu machen habe. Dem damaligen EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber war an einer klaren Profilierung gegen die Muslime gelegen. Die Muslime fühlten sich brüskiert.

Schneider schlägt differenziertere Töne an als Huber

Der Stimmungsumschwung ist unter anderem dem neuen Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider zu verdanken, der differenzierte Töne anschlägt und sich hinter den Kulissen um neue Gespräche bemüht hat. Dabei sind wichtige Streitthemen – Abgrenzung von gewaltbereiten

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