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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2020
Erbsünde Rassismus
Schwarze Befreiungstheologie von der Sklaverei bis zur Ermordung George Floyds
Der Inhalt:

Die Lager formieren sich

von Michael Schrom vom 25.06.2020
Kardinal Woelki gegen Bischof Bätzing: Vor der zweiten Etappe des Synodalen Wegs verschärfen sich die Konflikte in der Bischofskonferenz
Die Karawane zieht weiter, aber wohin bewegt sich die katholische Kirche in Deutschland? (Illustration: Plassmann)
Die Karawane zieht weiter, aber wohin bewegt sich die katholische Kirche in Deutschland? (Illustration: Plassmann)

Als Georg Bätzing im März zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gewählt wurde, war landauf, landab zu lesen, dass man ihm zutraue, in dem Gremium versöhnend und ausgleichend zu wirken. Realistisch betrachtet war das schon damals nicht viel mehr als ein frommer Wunsch. Denn wie soll man zwischen Lagern ausgleichen, die sich in wichtigen Fragen völlig uneins sind? Der (zahlenmäßig) größeren Gruppe der refomwilligen und nachdenklich-selbstkritischen Bischöfe steht eine einflussreiche und verbal kraftmeierisch auftretende Schar von »Oberhirten« entgegen, die vermutlich erst dann beruhigt sein wird, wenn das Reformprojekt »Synodaler Weg« scheitert oder zumindest folgenlos im Sande verläuft. Dass Bätzing überhaupt gewählt wurde, lag daran, dass diese (Klein)Gruppe ihren eigenen Kandidaten nicht durchbringen konnte. Dass Bätzing im Vorfeld der Wahl nicht durch sonderlich aufregende Wortmeldungen aufgefallen war, dürfte ihm die Stimmen der konservativ gesinnten Amtsbrüder gesichert haben. Doch Insider widersprachen schon am Wahlabend der Deutung, er sei ein blasser Kompromisskandidat.

Die erste Entscheidung, die Bätzing in seiner neuen Rolle zu vertreten hatte, die Regelung zur finanziellen Unterstützung kirchlicher Missbrauchsopfer, war trotzdem ein Fehlschlag. Danach war es lange ruhig um den Konferenzvorsitzenden. Doch zu Pfingsten, als er knapp hundert Tage im Amt war, folgten einige bemerkenswerte Stellungnahmen, unter anderem in einem großen Gespräch mit Publik-Forum (10/2020). Seither wird der Ton rauer. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki fühlte sich bemüßigt, Bätzing zu belehren, dass er nicht »der Vorgesetzte der anderen Bischöfe« sei und »sich noch in diese schwierige Aufgabe fügen

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