Zur mobilen Webseite zurückkehren

Sterben lassen
Der Unfug des Todes

Der Theologieprofessor Markus Vinzent hat das Sterben und Loslassen eines geliebten Menschen erlebt. Geholfen hat es ihm, darüber einen Roman zu schreiben.
von Markus Vinzent vom 27.11.2025
Artikel vorlesen lassen
Miteinander sterben führt zu neuer Intimität: »Cupid and Psyche« (1907) von Edvard Munch. (Foto: akg-images)
Miteinander sterben führt zu neuer Intimität: »Cupid and Psyche« (1907) von Edvard Munch. (Foto: akg-images)

Der bekannte Lese- und Lebemeister, der Mystiker Meister Eckhart, schrieb in einer Predigt, wer sterbe, müsse alles loslassen: Freunde, sich selbst, auch die Hoffnung. Auch die Hoffnung? Müssen wir wirklich auf alles, restlos alles, auch auf das Letzte, was bleiben soll, ewiges Leben, Ostern, verzichten? Eckhart spricht gar davon, von Gott zu lassen! Plötzlich klingt der Satz Jesu aus dem Johannesevangelium »Haltet mich nicht fest« (Joh 20,17) ganz anders. Wir wollen doch uns selbst und den Menschen, den wir lieben, festhalten, wir wollen, dass er nicht stirbt, jetzt noch nicht stirbt, oder wenn er gestorben ist, dass er uns nicht völlig verlässt. Wir wollen den Tod noch nicht erleben oder ihn irgendwie überleben!

  Gedruckt + Digital  
  Digital  

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0