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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2020
Wem gehört Jesus?
Christen und Juden streiten um den Mann aus Nazareth
Der Inhalt:

Gefährliche Flaute bei der Energiewende

von Barbara Tambour vom 16.08.2020
Um den Klimaschutz ist es seit Beginn der Coronakrise ruhig geworden. Dabei drängt die Zeit. Der Zubau an Solar- und Windenergie müsste verfünffacht werden. Schafft Deutschland die Energiewende? Fragen an den Wissenschaftler Volker Quaschning.
Zu wenig Windräder: Ihre Attraktivität könnte durch einen »Land-Cent« erhöht werden(Foto: Lutze)
Zu wenig Windräder: Ihre Attraktivität könnte durch einen »Land-Cent« erhöht werden(Foto: Lutze)

Publik-Forum: Herr Quaschning, nützt Corona der Energiewende – oder schadet die Pandemie eher dem Umstieg auf erneuerbare Energien?

Volker Quaschning: Wegen Corona sind die CO2-Emissionen deutlich zurückgegangen. Weltweit werden dieses Jahr zwischen fünf und zehn Prozent eingespart. Doch die Werte werden jetzt schnell wieder hochgehen. Wie es langfristig weitergeht, das liegt in unserer Hand.

Kann man aus dem Corona-Krisenmanagement etwas lernen für die Bewältigung der Klimakrise?

Quaschning: Bei der Corona-Krise haben wir es mit einer kurzfristigen Krise zu tun mit schnellen Folgen. Falsches politisches Handeln rächt sich innerhalb von zwei, drei Monaten. Bei der Klimakrise haben wir eine Zeitverzögerung von einigen Jahrzehnten. Für die Fehler in der Corona-Krise werden die politischen Entscheidungsträger zur Verantwortung gezogen. Für Fehler in der Klimakrise nicht. Lernen kann man: Anfangs wurde bei Corona sehr gut kommuniziert. Daraus erwuchs eine große Bereitschaft, radikale Veränderungen mitzutragen. Politiker wie Markus Söder profitieren davon, dass sie energisch gehandelt haben. Wer einen Plan hat und ihn gut kommuniziert, kann damit politisch gewinnen. Bei der Klimakrise aber stecken die Politiker im Moment den Kopf in den Sand, nach dem Motto: Wer handelt, verliert.

Was müsste denn getan werden?

Quaschning: Wir müssen die Energiewende hinkriegen und das Pariser Klimaschutzabkommen einhalten, also die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzen. Dazu müssen wir in den nächsten zwanzig Jahren klimaneutral werden und schon bald kein Er

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