Alles wieder im Fluss
Da sind diese frühen Morgenstunden im Nebel über dem Fluss. Sie haben sich tief in sein Gedächtnis eingegraben. Er war gerade acht Jahre alt. Sein Großvater nahm ihn zum Angeln mit. In eine Gummijacke eingewickelt, hatte er sich auf die Kahnspitze gelegt, »mit einer Tasse Muckefuck und einer Butterstulle«. Die ganz besondere Stimmung auf der Havel mit dem glasklaren Wasser ist ihm unvergessen, vor allem aber sein geliebter Opa und dessen Erzählungen über den Fluss. So manches Mal hatte der an der Stelle nahe dem weißen Sandstrand, die dem Jungen so ganz besonders gut gefiel, riesige Bleie geangelt. Doch eines Morgens, als sie mit dem Boot da ankamen, war diese Oase weg. Einfach so, auf den ersten Blick unwiederbringlich zerstört: Die alten Bäume waren gefällt, ein riesiger Steinhaufen lag da. Der Junge glaubte seinen Augen nicht zu trauen. »Tief im Herzen«, sagt Rocco Buchta, habe er damals seinem Großvater versprochen, »dass ich das hier wieder in Ordnung bringe«. Etwa fünfzig Jahre sollten vergehen, bis es so weit war. Zum Teil jedenfalls.
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