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Gesundheitssystem in der Ukraine
Hilfe unter Beschuss

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine muss das dortige Gesundheitssystem Tausende zusätzliche Verletzte versorgen. Soldaten haben dabei Vorrang. Andere Erkrankte kommen oft zu kurz. Internationale Hilfsinitiativen versuchen, die Lücken zu füllen.
von Peggy Lohse vom 27.06.2022
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Erste-Hilfe-Übung: Im Hof der Bohomolez-Universität in Kiew werden seit Kriegsbeginn regelmäßig Kurse in »Taktischer Medizin« angeboten (Foto: Peggy Lohse)
Erste-Hilfe-Übung: Im Hof der Bohomolez-Universität in Kiew werden seit Kriegsbeginn regelmäßig Kurse in »Taktischer Medizin« angeboten (Foto: Peggy Lohse)

Über Kiew heulen Sirenen. Es ist wieder Luftalarm an diesem Freitagabend Ende Mai. Das Licht im Hauptbahnhof ist sicherheitshalber ausgestellt. Es stürmt und gießt. Aber das Vertrauen der Menschen in die Luftabwehrsysteme um die ukrainische Hauptstadt ist groß, seit mehr als vier Wochen hat es keine Einschläge mehr gegeben. Freiwillige von der Bohomolez-Medizin-Universität und von der deutsch-polnischen Hilfsorganisation Ukraine Border Collective holen eine neue Ladung Spenden vom Zug ab. Die durchnässten Helfer schleppen Kisten mit OP-Materialien und haltbare Lebensmittel vom Bahnsteig zu ihren Autos, um dann alles ins Spendenlager in der Universität zu bringen.

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