Pro und Contra
Mit dem IS verhandeln?
Ja, es hilft nicht, den IS nur zu verteufeln
Wer Frieden will, muss mit seinen Feinden verhandeln, nicht nur mit seinen Freunden. Das setzt Mut voraus. Doch wenn alle Beteiligten an einen Tisch gehören, warum dann nicht auch der IS? Wie soll es ohne ihn einen Waffenstillstand geben? Manche sagen, der IS wolle gar nicht verhandeln. Aber können wir uns da sicher sein? Es gibt in der langen Geschichte von Terrorgruppen wie etwa der IRA in Nordirland oder der Taliban in Afghanistan das immer wiederkehrende Argumentationsmuster: Sie seien so übel, dass man nicht mit ihnen verhandeln könne; und außerdem wollten sie das auch gar nicht. Schließlich kam es dann doch stets zu Verhandlungen, allerdings erst nach dem unnötigen Tod vieler Menschen.
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Thomas Carl Schwoerer, geboren 1957, ist Bundes sprecher der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner. Im Juni erscheint ein Buch von ihm zu diesem Thema.
Andreas Zumach, geboren 1954, ist Journalist. Er arbeitet als Korrespondent bei den Vereinten Nationen in Genf, unter anderem für die taz. 2009 wurde ihm der Göttinger Friedenspreis verliehen.
