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Publik-Forum, Heft 13/2013
"Wir brauchen einen toleranten Islam"
Malis höchster Iman Mahmoud Dicko kämpft für seine Vision
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Vor uns die Sintflut

von Wolfgang Kessler, Bettina Röder vom 11.07.2013
Hilfen für die Flutopfer sind wichtig. Doch mindestens so wichtig ist die Vorsorge gegen künftige Hochwasser
Land unter in Dresden: Als die Elbe im Juni 2013 über die Ufer trat, war das nicht das erste Mal. (Foto: PA/Frank)
Land unter in Dresden: Als die Elbe im Juni 2013 über die Ufer trat, war das nicht das erste Mal. (Foto: PA/Frank)

Kein Zweifel, kurz nach den Überschwemmungen in Deutschland wurde getan, was möglich war: Die Menschen bewiesen eine große Solidarität, die viele nicht mehr für möglich gehalten hatten. Auch die Politik hat schnell reagiert. In seltener Eintracht verabschiedete der Deutsche Bundestag großzügige Hilfsprogramme für die Betroffenen. Acht Milliarden wollen Bund und Länder bereitstellen.

Und doch offenbaren die Folgen der Flut ein Grundproblem: Politik und auch die Bürger reagieren schnell auf akute Not. Viel schwerer fällt es ihnen dagegen, nach Krisen langfristige Vorkehrungen gegen künftige Krisen zu treffen. Ein mutiges Umdenken wäre das Gebot der Stunde. Doch davon ist auch kurze Zeit nach der jüngsten Hochwasserkatastrophe – von der Jahrhundertflut spricht vorsichtshalber keiner mehr – nichts in Sicht.

Natürlich tragen weder Politik noch Bürger direkt Verantwortung für Dauerregen und Unwetter. Dennoch sind die katastrophalen Folgen der Fluten von heute häufig Folgen der Versäumnisse nach den letzten Fluten. »Nach Überschwemmungen sagen alle, dass endlich etwas passieren muss, und dann passiert es aber nicht«, brachte der brandenburgische Ministerpräsident Matthias Platzek das Problem auf den Punkt.

Die Elbe soll befahrbar werden

Ein Beispiel ist der Umgang mit der Elbe, einem der letzten großen frei fließenden Flüsse. Nach der großen Flut 2002 versprachen die Verantwortlichen mehr Überschwemmungsflächen. Doch bereits seit 2004 i

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