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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2020
Populisten
Warum sie gewählt werden
Der Inhalt:

Warum Populisten gewählt werden

vom 08.02.2020
Warum werden Populisten wie Johnson und Trump gewählt? Der Armutsforscher Christoph Butterwegge, der Kinderarzt Herbert Renz-Polster und die Whistleblowerin Brittany Kaiser über deren Erfolgsgründe.
Die Lüge wird zum Argument: Donald Trump und Boris Johnson (Fotos: alamy/Hart; pa/Kabik)
Die Lüge wird zum Argument: Donald Trump und Boris Johnson (Fotos: alamy/Hart; pa/Kabik)

Jahrzehntelang schienen westliche Demokratien immun gegenüber politischen Scharlatanen und rechten Populisten. Ob eher links oder eher rechts, es regierten gemäßigte Kräfte, auf jeden Fall solche, die als seriös galten, unzweifelhaft von der Demokratie überzeugt waren und für eine offene Gesellschaft eintraten. Deren Repräsentanten orientierten sich – bei manchem Aussetzer – an Werten wie Wahrheit und Gerechtigkeit, die noch nicht zu Worthülsen verkommen waren. Inzwischen regieren vielerorts Rechtspopulisten, etwa in den USA, in Großbritannien, Ungarn, Polen, Tschechien, Indien, Brasilien, Russland und in der Türkei. Sie eint ein Hang zum Nationalistischen und Reaktionären, die Lüge ist ihr Argument. Eine der Folgen: die Schwächung der Europäischen Union durch den Brexit. In unserer Titelgeschichte fragen wir, warum die Trumps, Johnsons, Bolsonaros, Orbans und Erdogans so erfolgreich sind. Der Armutsforscher Christoph Butterwegge sieht die Ursachen in der sozialen und wirtschaftlichen Lage. Der Kinderarzt Herbert Renz-Polster erkundet Erfahrungen in der Kindheit, die Erwachsene anfällig machen für autoritäre Versprechen (S. 14). Und die Whistleblowerin Brittany Kaiser, die für den Datenkraken Cambridge Analytica gearbeitet hat, warnt im Interview vor Wählermanipulation durch Datenmissbrauch (S. 15-16). Auf ihrem Twitter-Account, auf dem sie Zehntausende interne Dokumente von Cambridge Analytica veröffentlicht, schreibt sie: »Demokratien auf der ganzen Welt werden an den Meistbietenden versteigert.«

Christoph Butterwegge: Die angebliche Notlage des Kleinbürgers

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