Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2020
Selbstbestimmt sterben
Sterbefasten – was es für alte Menschen und deren Angehörige bedeutet
Der Inhalt:

Genug Wasser für Deutschland

von Annette Lübbers vom 01.10.2020
Trotz trockener Böden herrscht hierzulande kein Wassernotstand. Doch angesichts des Klimawandels täte Deutschland gut daran, das lebenswichtige Nass effektiver zu nutzen als bisher.
Rietzneuendorf in Brandenburg (Foto: pa/Gora)
Rietzneuendorf in Brandenburg (Foto: pa/Gora)

Im niedersächsischen Lauenau versiegte im August plötzlich das Wasser in den Wasserhähnen. In der Stadt Osnabrück durfte in diesem Sommer aus Flüssen und Bächen kein Wasser mehr abgepumpt werden. Die Wuppertalsperre ist derzeit nur noch zu knapp dreißig Prozent gefüllt. Bereits im vergangenen Jahr mahnte die Stadt Löhne in Nordrhein-Westfalen ihre Bewohner, das Befüllen von Swimmingpools und das Rasensprengen einzustellen.

Nachrichten wie diese sind in heißen Sommern mittlerweile keine Seltenheit mehr. Und so stellen sich nicht nur Verbraucher, sondern auch Politiker mittlerweile die Frage: Muss Deutschland demnächst den Wassernotstand ausrufen? Können schon bald Gärten und Felder nicht mehr bewässert werden?

Die Antwort lautet »nein«. Bundesweit betrachtet, gibt es dafür – noch – keinen Anlass. Im langjährigen Mittel stehen Deutschland laut Umweltbundesamt pro Jahr etwa 188 Milliarden Kubikmeter Wasser zur Verfügung. Davon bleiben derzeit etwa 86 Prozent ungenutzt. Und auch die Niederschlagsmengen zeigen, dass die vergangenen beiden Dekaden sowohl die vier trockensten Sommer (2003, 2013, 2018 und 2019) seit Beginn der Wetteraufzeichnung im Jahr 1881 verzeichneten als auch die vier nassesten (2002, 2007, 2011, 2017).

Allerdings gibt es regionale Unterschiede, manche Bundesländer sind häufiger betroffen. Porig sandige Böden etwa können weniger Wasser speichern als Lehmböden. Und es lässt sich zum Beispiel an den aktuellen Füllständen der Talsperren ablesen. In Bayern sind sie teilweise zu mehr als neunzig Prozent gefüllt, im Harz nur noch zu sechzig Prozent und in Nordrhein-Westfalen teilweise zu weniger als fünfzig Prozent.

A

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Kommentare
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung.

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette.