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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2015
Unter die Haut
Sechs Monate mit syrischen Flüchtlingen unter einem Dach
Der Inhalt:

Geld ohne Ende für Waffen

von Markus Dobstadt vom 29.08.2015
Menschheitsprobleme wie Flucht oder Klimawandel sind so drängend wie nie. Das Geld, um sie zu lösen, ist vorhanden. Doch Ost und West stecken die Milliarden lieber in Rüstungsprojekte, besonders in die Modernisierung von Atomwaffen. Ein Kommentar von Markus Dobstadt
(Zeichnung: Mester)
(Zeichnung: Mester)

Erst kürzlich gedachten viele Tausend Menschen weltweit der Atombombenabwürfe in Hiroshima und Nagasaki vor 70 Jahren. Der Weltkirchenrat fuhr eigens nach Japan. Auch der Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, war dabei. Die Kirchen wollten ein Zeichen für Frieden setzen. Bedford-Strohm forderte: »Der Atomwaffensperrvertrag darf nicht nur Papier sein. Atomwaffen müssen weiter reduziert werden.«

In der gegenwärtigen Welt sind das jedoch nur Träume. Denn momentan fährt der Zug genau in die entgegengesetzte Richtung. Die USA planen ein gigantisches atomares Rüstungsprogramm, das, verteilt auf 30 Jahre, insgesamt eine Billion, also tausend Milliarden Dollar kosten soll. Die USA wollen ihre Atomwaffen modernisieren und neue Trägersysteme anschaffen. Und das ausgerechnet unter einem Präsidenten Barack Obama, der auch für seine Vision von einer Welt ohne Atomwaffen 2009 den Friedensnobelpreis bekommen hatte. Doch inzwischen habe sich, besonders vor dem Hintergrund des russischen Vorgehens in der Ukraine, die Haltung geändert, sagte ein früherer Präsidenten-Berater derNew York-Times.

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