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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2019
Höhenglück
Warum uns die Alpen so faszinieren
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Den Bäumen geht die Kraft aus

von Gunhild Seyfert vom 01.09.2019
Warme Winter, extreme Trockenheit, viele Schädlinge: Was Deutschlands Wald jetzt braucht. Unterwegs mit einer Försterin
Försterin Lena Dzeia zeigt den kargen Boden, auf dem viele Buchen im Stadtwald wurzeln (Foto: Mischke)
Försterin Lena Dzeia zeigt den kargen Boden, auf dem viele Buchen im Stadtwald wurzeln (Foto: Mischke)

Eigentlich könnten es erholsame und heitere Stunden sein. Im Wald bei Göttingen spielt an einem sonnigen Tag im Spätsommer der Wind mit den Blättern der großen alten Bäume und lässt sie hellgrün-silbern glänzen. Ihr zartes Rauschen erfüllt die Luft. Aber da stehen zwischen dem Grün auch Bäume, die schon jetzt braune Blätter, kahle Äste und stark ausgedünnte Baumkronen tragen. Einige stehen nur noch als Baumgerippe da. Es ist beklemmend: Nach Fichten und Kiefern werden jetzt auch die heimischen Buchen braun. Große Trockenheit, Hitze und neue Schädlinge, die sich wohlfühlen im warmen Klima, lassen die Bäume krank werden. Dabei sind intakte Wälder besonders wichtig für Mensch und Tier: für gute Luft, sauberes Wasser, kühlere Temperaturen und als CO2-Speicher. Wie aber kann Wald, der selbst durch die Klimaveränderung geschädigt wird, vor dieser noch Schutz geben? Was müsste jetzt geschehen, um die Wälder zu pflegen und zu schützen?

»Wir sind Bürgerwald«, sagt Lena Dzeia, die Leiterin des Forstamtes der Stadt Göttingen in Niedersachsen. Mit 1600 Hektar Laubmischwald, der sich östlich der Universitätsstadt über eine weite hügelige Landschaft erstreckt, hat man einen großen wertvollen Bestand an alten Bäumen. Beschlüsse des Rates der Stadt legen fest, dass dieser Wald der Erholung der Bürgerinnen und Bürger und dem Naturschutz dient. So müssen Lena Dzeia und ihre Mitarbeiter – anders als viele Förster – diesen Wald nicht wie einen Wirtschaftsbetrieb führen. »Wir haben die Aufgabe, für Jung und Alt Naturerlebnisse zu ermöglichen, und die Göttinger kennen ihren Wald gut!«, sagt die Försterin, die gerne lacht.

»Wir merken, dass hier was nicht in Ordnung ist«, sagen Spaziergänger, wenn sie Försterin Dzeia im Wald

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