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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2016
Gott suchen in Auschwitz?
Eine Begegnung mit Überlebenden
Der Inhalt:

Das Ende eines Zeitalters

Der Ölpreis ist niedriger denn je. Die meisten Beobachter befürchten deshalb Krieg, Crash und Umweltzerstörung. Nur wenige sprechen über die andere Perspektive: Die Entwicklung könnte auch Frieden und Klimaschutz fördern. Eine Analyse von Wolfgang Kessler
Ölförderung: Die Ressourcen sind endlich; der Abschied vom Erdöl zeichnet sich ab. (Grafik: shutterstock/Alones)
Ölförderung: Die Ressourcen sind endlich; der Abschied vom Erdöl zeichnet sich ab. (Grafik: shutterstock/Alones)

Viele Verbraucher freuen sich über den billigen Sprit. Doch das billige Öl weist den Weg in eine Katastrophe, sagen viele Experten. Und wer wollte bestreiten, dass sie recht haben könnten: Billiges Öl ruiniert Länder, die von den Exporteinnahmen abhängen. Es schadet Ölkonzernen, Banken und bedroht das Finanzsystem. Die Atmosphäre wird umso heißer, je mehr Öl verbrannt wird – und es wird umso mehr verbrannt, je weniger es kostet. Staatspleiten, Crash und Klimaerwärmung – ein häufig diskutiertes Katastrophenszenario.

Weit weniger diskutiert wird die andere Perspektive: Das Öl ist auch deshalb so billig, weil es an Bedeutung verliert. Am Horizont zeichnet sich der Abschied vom Erdöl ab – und damit die konkrete Utopie einer Welt, die das Klima, die Regenwälder und die Arktis schützt und ohne jene Kriege um Öl auskommt, die bereits Hunderttausend