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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2016
Schenkt ihnen nicht eure Angst!
Wie rechte Populisten die Gesellschaft spalten
Der Inhalt:

Bundespräsidenten direkt wählen?

Deutschland sucht einen neuen Bundespräsidenten, einen Nachfolger für Joachim Gauck, der 2017 nicht mehr kandidiert. Wer soll den Nachfolger wählen? Die Bundesversammlung – wie immer? Oder diesmal das gesamte Volk? Brauchen wir eine Direktwahl? Uns interessiert Ihre Meinung! Argumente? Finden Sie in diesem Pro und Contra von Jens Reich und Ralf-Uwe Beck
Sollte der nächste Bundespräsident direkt gewählt werden? Jens Reich (links) sagt: Ja! Ralf-Uwe Beck (rechts) sagt: Nein! (Fotos: Ausserhofer; Willms)
Sollte der nächste Bundespräsident direkt gewählt werden? Jens Reich (links) sagt: Ja! Ralf-Uwe Beck (rechts) sagt: Nein! (Fotos: Ausserhofer; Willms)

Jens Reich: »Ja! Bitte mehr Mut zur Demokratie«

»Ja, unbedingt sollte der Bundespräsident vom Volk gewählt werden. Ich bin dafür, es ähnlich wie in Österreich zu machen. Unsere Demokratie bietet viel zu wenige Möglichkeiten zum direkten Einfluss auf die Politik. Ich plädiere für mehr Mut zur Demokratie. Wenn ein Bundespräsident von achtzig Prozent der Bevölkerung gewählt wird, hat er doch ein ganz anderes Gewicht, als wenn er von Parteienkoalitionen durchgesetzt wird. Hinzu kommt, dass das nun wirklich keine überzeugende Regelung ist, wenn die Parteien sich verpflichtet fühlen, ihre Kandidaten zu wählen. Das ist im Grundgesetz übrigens ja auch gar nicht festgelegt. Aber in der Bundesversammlung wird es so praktiziert und damit die Wahl letztlich zum Zankapfel zwischen Parteien und Koalitionen.

Hinzu kommt, dass