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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2016
Eine Stadt sucht Heilung
Brüssel nach dem Terror
Der Inhalt:

Deutschland – ein Paradies?

von Antje Schrupp vom 21.04.2016
Wer die aktuellen Handreichungen für Flüchtlinge liest, erfährt viel Interessantes über Deutschland – vor allem darüber, wie die Einheimischen sich selbst gerne sehen. Interessant ist auch, was verschwiegen wird
Flüchtlinge erfahren in Sprachkursen auch einiges über Deutschland, einige Broschüren stellen das Land allerdings in ein sehr rosiges Sicht (Foto: pa/Eckel)
Flüchtlinge erfahren in Sprachkursen auch einiges über Deutschland, einige Broschüren stellen das Land allerdings in ein sehr rosiges Sicht (Foto: pa/Eckel)

Das nächste Mal, wenn ich in der Bahn sitze und mich nicht aufs Lesen konzentrieren kann, weil feuchtfröhliche Reisegruppen sich in Urlaubsstimmung kalauern oder der Sitznachbar mit drängender Ausführlichkeit in sein Handy spricht, werde ich in meinem Labtop die Internetseite refugeeguide.de aufrufen und sie den Mitreisenden unter die Nase halten. Da steht nämlich: »In der Öffentlichkeit soll man keine lauten Gespräche führen!«

In dieser Handreichung für Flüchtlinge steht noch so manches andere, das ich aus eigener Anschauung nicht bestätigen kann: zum Beispiel, dass man in Deutschland fast überall eine öffentliche Toilette findet. Dass hier Liebesbekundungen homosexueller Paare auf offener Straße völlig normal sind und nicht weiter beachtet werden. Oder, mein Favorit: »Streitgespräche und Diskussionen haben in De

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Kommentare
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Thomas Kopfer
27.04.201614:29
Guten Tag,

gewiß können sich bei uns, wie überall bei den Menschen der Welt, 10% bis 20% der Flüchtlinge integrieren, doch für 80% von Ihnen heisst es nicht im Paradies zu landen,
sondern in langen bürokratischen Verfahren, 20% latent Fremdenfeindlichen im Land, Praktikum, Trainee, Ausbildung nach frühestens einem Jahr, kleine Wohnfläche des Schäferhundes, Einkaufen im Tafelladen, Neid mancher armer Deutscher und trotzdem werde ich stärker als Ehrenamtlicher mich dort einbringen.
Nur eine Empfehlung ist "Made in Germany" und was Menschenrechte oder Pressefreiheit oder unschlagbare Qualität der Produkte sind wir längst nicht Spitze.
Unser Land hat genug Probleme, wie zuwenig Kinder, marode Infrastruktur, versteckte Armut immer mehr arme Rentner also kein Land, dass man empfehlen kann. Woanders könnte es besser ein, wenn es auch nicht Italien, Spanien und Griechenland sein sollten.