Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2020
Arbeiten und Leben nach Corona
Was wir aus der Krise lernen können
Der Inhalt:

Die autoritäre Versuchung

von Ludwig Greven vom 25.05.2020
Versammlungs- und Reisefreiheit, soziale Kontakte und Gottesdienstbesuche – das alles war oder ist eingeschränkt. Wie sind Grundrechte und Maßnahmen gegen das Virus auszutarieren?
(Zeichnung: Mester)
(Zeichnung: Mester)
PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 30.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen

Für Autoritäre und Diktatoren ist es ein Traum: Zahlreiche Grundrechte werden eingeschränkt, auch die Versammlungs- und Reisefreiheit. Soziale Kontakte sind staatlich reduziert, in manchen Ländern herrschte über Wochen eine strenge Ausgangssperre. Veranstaltungen sind verboten, Gottesdienste reglementiert, auch politische Treffen. Wer sich nicht an die Quarantäne hält, kann in Haft genommen werden, ohne Prozess. Andere Verstöße werden mit hohen Geldbußen geahndet. Bundes- und Landesregierungen verfügen das mit Verordnungen – und kaum jemand muckt auf. Im Gegenteil: eine große Mehrheit beugt sich laut Umfragen bereitwillig, nicht wenige fordern einen noch härteren Kurs und strengere Überwachung. Manche melden ihre Nachbarn bei der Polizei, wenn sie einen Verstoß vermuten.

Hätte man das noch vor e