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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2020
Berühre mich!Aber fass mich nicht an
Leben, lachen, glauben in Corona-Zeiten
Der Inhalt:

Die Menschen sind keine Engel – aber auch nicht ganz schlecht

von Norbert Copray vom 26.03.2020
Buch des Monats: Der niederländische Historiker Rutger Bregman bürstet in seinem neuen Buch »Im Grunde gut« die weitläufige Ansicht vom grundsätzlich schlechten, verderbten, egoistischen Menschen gegen den Strich
»Im Grunde gut« heißt das neue Buch von Rutger Bregmann. Buch des Monats bei Publik-Forum. (Foto: photocase)
»Im Grunde gut« heißt das neue Buch von Rutger Bregmann. Buch des Monats bei Publik-Forum. (Foto: photocase)

Rutger Bregman
Im Grunde gut
Eine neue Geschichte der Menschheit. Rowohlt. 470 Seiten. 24 €

Eine »neue Geschichte der Menschheit« erzählt der niederländische Historiker Bregman, der sich bislang in einigen Sachbüchern für ein bedingungsloses Grundeinkommen eingesetzt hat. Seine Grundgedanken finden sich in seinem Bestseller »Utopien für Realisten« (Rowohlt Tb.), die er beim Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar 2019 vortrug. In seinem neuen Buch »Im Grunde gut« bürstet Bregman die weitläufige Ansicht vom grundsätzlich schlechten, verderbten, egoistischen Menschen gegen den Strich. So wie ein Placebo erheblichen Anteil an der Gesundung eines Menschen hat, indem allein der Glaube an die positive Wirkung eines Medikaments die Selbstheilungskräfte stärkt, so bewirkt ein Nocebo das Gegenteil. Gut belegt ist, dass der Glaube an eine negative Vorstellung oder These destruktive Folgen heraufbeschwören kann. Bregman: »Unser negatives Menschenbild ist ebenfalls ein Nocebo. Wenn wir glauben, dass die meisten Menschen im Grunde nicht gut sind, werden wir uns gegenseitig auch dementsprechend behandeln. Dann fördern wir das Schlechteste in uns zutage. Letztlich gibt es nur wenige Vorstellungen, die die Welt so sehr beeinflussen wie unser Menschenbild.«

Bregman behauptet nicht, dass wir alle uneingeschränkt gut sind. »Menschen sind keine Engel. Wir haben eine gute und eine schlechte Seite, die Frage ist, welche Seite wir stärken wollen.« Bregman macht sich auf die Suche, woher das negative Menschenbild kommt, wie es begründet und immer wieder bestärkt wird. Als Beispiel nennt er das überwiegend Negative in der Berichterstattung von Nachrichten und Medien. Dann untersuch

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