Mein Bekenntnis als Muslima

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Das islamische Glaubensbekenntnis ist kurz, präzise und kraftvoll. Auch wenn es auf den ersten Blick schlicht klingt, so umfasst es doch ein ganzes Weltbild – und kann für jeden Menschen eine ganz eigene Bedeutung entfalten. Für mich bedeutet dieses Bekenntnis zunächst eine völlige Befreiung von allem Weltlichen. Was bleibt, ist einzig und allein Gott – der Ursprung und das Ziel allen Seins. Es gibt letztlich nichts außer ihm und mir: eine zutiefst persönliche Begegnung, die ich mir immer wieder ins Bewusstsein rufe – auch in schwierigen Momenten. In dieser Begegnung finde ich Trost, Halt und eine allumfassende Liebe. Selbst wenn alles um mich herum zusammenbricht, bleibt die Gewissheit, dass Gott immer da ist – ewig, geduldig, wartend auf meine Heimkehr zu ihm. Er ist mein sicherer, ewiger Hafen.
Dina El Omari ist Professorin für interkulturelle Religionspädagogik und Leiterin der Arbeitsstelle für Islamisch-theologische Genderforschung in Münster
Teil 2 unserer Serie zu Glaubensbekenntnissen. Im nächsten Heft schreibt die Jüdin Ayala Goldmann.




Bernhard Ferber 05.12.2025:
Sehr ermutigende Gedanken. Als Christ sehe ich es ähnlich. Es geht um Gott und nicht um Selbsterlösung: Nicht weil ich mich fromm nach den Vorgaben meiner Religion verhalte, liebt und rettet mich Gott. Gott ernst nehmen, bedeutet auch einzusehen, dass Gott alle Menschen liebt und rettet. Es geht nicht darum, besser zu sein als andere; nicht darum, von Gott bevorzugt zu werden aufgrund der persönlichen religiösen Einstellung. Es geht vielmehr darum, zu ahnen, dass Gott es wahrhaftig vermag, dafür zu sorgen, dass kein Mensch verloren geht. Es geht nicht um eine Olympiade der Weltreligionen, die Gewinner und Verlierer gebiert. Gott tickt ganz anders, ist im Zweifelsfall weitaus größer und erhabener als unser kleiner Glaube.
Wilhelm Markötter 05.12.2025:
Welch kraftvoller Text! Es tut mir gut, ihn zu lesen. Er öffnet die Tür zum interreligiösen Dialog! Weiter so!
Georg Grathwohl 05.12.2025:
Wunderbar und herzergreifend, das Glaubensbekenntnis der Muslima Dina El Omari. Umso schmerzlicher, wie die islamischen Glaubenshüter in Iran und anderswo diesen Glaubensauftrag in einer Hassdoktrin umsetzen und die Menschen knechten. Wo bleiben Gleichberechtigung und Gerechtigkeit, Mitgefühl und Barmherzigkeit, Zugehen auf andere Kulturen und Religionen? Wie lange wird die Heilsbotschaft der Religionen noch für die eigene Macht, die Unterdrückung der Menschen und die Auslöschung der Gegner missbraucht?
Sonia Albertz 05.12.2025:
Zu diesem Glauben kann ich von ganzem Herzen Ja sagen, denn so versuche ich jeden Tag zu leben, auch als Christin.
Bernhard Ferber 18.11.2025, 16:44 Uhr:
Sehr ermutigende Gedanken. Als Christ sehe ich es ähnlich. Diese Erkenntnis, dass der eine Gott/die eine Gottheit, wenn ich sie ernst nehme, Konsequenzen hat für meinen Umgang mit allen anderen Menschen. Die Erkentnis, dass es um Gott geht und nicht um Selbsterlösung: nicht weil ich fromm mich nach den Vorgaben meiner Religion verhalte, liebt und rettet mich Gott. Gott ernst nehmen, bedeutet auch, einzusehen, dass Gott alle Menschen liebt und rettet. Es geht nicht wie in der Schule darum, besser zu sein als andere. Es geht nicht darum, von Gott bevorzugt werden zu wollen aufgrund der persönlichen religiösen Einstellung.
Es geht vielmehr darum, zu ahnen, dass Gott es wahrhaftig vermag, dafür zu sorgen, dass kein Mensch verloren geht. Es geht nicht um eine Olympiade der Weltreligionen, die Gewinner und Verlierer gebiert. Gott tickt ganz anders. Ist im Zweifelsfall weitaus größer und erhabener als unser kleiner Glaube. Gottes Gedanken sind nicht unsere Gedanken.
Wilhelm Markötter 16.11.2025, 06:06 Uhr:
Welch kraftvoller Text! Es tut mir gut, ihn zu lesen. Er öffnet die Tür zum interreligiösen Dialog! Weiter so!
Sonia Albertz 15.11.2025, 21:03 Uhr:
Zu diesem Glauben kann ich von ganzem Herzen zusagen, denn so versuche ich jeden Tag zu Leben, auch als Christin.