Zur mobilen Webseite zurückkehren

Evangelische Kirche
Lutherisches Regiment

Die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland tagte: Neben der Position zum Frieden ging es um Macht in der Kirche. In beiden Punkten folgten die Delegierten nicht den Kirchenleitungen.
von Christoph Fleischmann vom 18.11.2025
Artikel vorlesen lassen
Protestantische Pracht: Die Friedensdenkschrift wurde in der Dresdener Frauenkirche vorgestellt, vor der ein eherner Luther wacht. (Foto: stock.adobe.com / Miroslav110)
Protestantische Pracht: Die Friedensdenkschrift wurde in der Dresdener Frauenkirche vorgestellt, vor der ein eherner Luther wacht. (Foto: stock.adobe.com / Miroslav110)

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Zugang:

Sie haben noch kein Digital-Abonnent? Jetzt für 0,00 € testen

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Zugang:

Sie haben noch kein Digital-Abonnent? Jetzt für 0,00 € testen
PFplus

Weiterlesen mit Ihrem Digital-Upgrade:

Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Mehr als 34.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
PFplus

Jetzt direkt weiterlesen:

Digital-Zugang
  • diesen und alle über 34.000 Artikel auf publik-forum.de
  • die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper
  • 4 Wochen für nur 1,00 €
4 Wochen freier Zugang zu allen PF+ Artikeln inklusive E-Paper ergänzend zu Ihrem Print-Abo
4 Wochen freier Zugang zu allen Extra+ Artikeln inklusive E-Paper ergänzend zu Ihrem Print-Abo

Keinesfalls wolle er von Schuld freigesprochen werden, er wünsche sich vielmehr, dass die Kirche seinen Weg als Soldat kritisch begleite, so Ruprecht von Butler, Generalmajor des Heeres der Bundeswehr, in der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Aber er wünsche sich auch, dass sein Weg von der Kirche mitgetragen werde. Das geschehe nun endlich mit der neuen Friedensdenkschrift der EKD – im Gegensatz zur letzten Denkschrift zum Thema Frieden aus dem Jahr 2007, bei der Butler eine »Ausgewogenheit« vermisst habe.

Man kann den Offizier verstehen: Denn in der neuen Friedensdenkschrift mit dem Titel »Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick« wird der Soldat als derjenige gewürdigt, der »unter dem Einsatz des eigenen Lebens« andere schütze. Während diejenigen, die den Dienst mit d

Hören Sie diesen Artikel weiter mit P F plus:

4 Wochen freier Zugang zu allen P F plus Artikeln inklusive ihh Payper.

Jetzt für 1,00 Euro testen!

Kommentare und Leserbriefe
Ihr Kommentar
Noch 1000 Zeichen
Wenn Sie auf "Absenden" klicken, wird Ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an Publik-Forum.de verschickt. Sie erhalten per E-Mail nochmals eine Bestätigung. Der Kommentar wird veröffentlicht, sobald die Redaktion ihn freigeschaltet hat. Auch hierzu erhalten Sie ein E-Mail. Siehe dazu auch Datenschutzerklärung (Öffnet in einem neuen Tab).

Mit Absenden des Kommentars stimmen Sie der Verarbeitung Ihrer Daten zur Bearbeitung des Kommentars zu. Zum Text Ihres Kommentars wird auch Ihr Name gespeichert und veröffentlicht. Die E-Mail-Adresse wird für die Bestätigung der Bearbeitung genutzt. Dieser Einwilligung können Sie jederzeit widersprechen. Senden Sie dazu eine E-Mail an [email protected].

Jeder Artikel kann vom Tag seiner Veröffentlichung an zwei Wochen lang kommentiert werden. Publik-Forum.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus anderen Gründen inakzeptabele Beiträge nicht zu publizieren. Siehe dazu auch Netiquette (Öffnet in einem neuen Tab).

Wolfgang Lenk 19.12.2025:
Danke für die Artikel von Christoph Fleischmann zur EKD-Friedensdenkschrift und zur EKD-Synode. Nach Lektüre der Denkschrift kann ich der Kritik nur zustimmen: Die Denkschrift macht »gerechten Frieden« zu ihrem Thema; sie lässt diesen aber als militärisch realisierbares Ziel erscheinen. Wo hat Krieg jemals zu »gerechtem Frieden« geführt? Die Erfahrungen der Bundeswehr im Rahmen von Nato-Einsätzen seit dem Jugoslawien-Krieg weisen in eine andere Richtung! Nirgendwo in der Denkschrift finde ich eine Aktualisierung des Gebotes der Feindesliebe als Auftrag zur »Entfeindung«, das heißt zur Enttarnung und zum Abbau von Feindbildern, die auf beiden Seiten jeder Front zur psychologischen Kriegsführung gehören. Unkritisch transportiert die Denkschrift gängige Feindbilder, als wären sie selbstverständlich gültige Wahrheit. So beschwört die Denkschrift zwar den Frieden als primäre Aufgabe der Kirchen, scheint aber in ihrem gesamten Eindruck eher den Anschluss an eine Vorkriegsstimmung zu suchen, die sich in unserem Land zunehmend verbreitet. Sollen auch die Kirchenmitglieder »kriegstüchtig« werden, auch wenn dies Wort besser zu vermeiden ist?

Clemens Ronnefeldt 19.12.2025:
Die Folgen des Satzes der EKD-Denkschrift »Der Besitz von Nuklearwaffen kann sicherheitspolitisch notwendig sein« sind gravierend: Die Kernaussage des Richterspruchs des Internationalen Gerichtshofs (IGH) in Den Haag vom 8. Juli 1996 zur Frage von Besitz, Lagerung und Drohung mit Atomwaffen besteht darin, dass die Androhung und der Gebrauch von Atomwaffen generell gegen die Regeln des für bewaffnete Konflikte geltenden Völkerrechts verstoßen würden, im Besonderen gegen die Prinzipien und Regeln des sogenannten humanitären Kriegsvölkerrechts. In der Bundesrepublik Deutschland sind nach Art. 25 Grundgesetz die »allgemeinen Regeln des Völkerrechts«, zu denen auch die vom IGH in seiner Entscheidung herangezogenen Grundsätze des sogenannten humanitären Kriegsvölkerrechts gehören, »Bestandteil des Bundesrechtes«, das vom Gesetzgeber, von der Regierung, der Verwaltung und den Gerichten strikt zu beachten ist (Art. 20 Abs. 3 GG); sie »gehen den Gesetzen vor und erzeugen Rechte und Pflichten unmittelbar für die Bewohner des Bundesgebietes«. Offenbar nicht für die EKD! Die Denkschrift stellt sich mit dem Satz zur Notwendigkeit von Nuklearwaffen außerhalb des (Kriegs-)Völkerrechts und des Grundgesetzes. Wann werden die Verantwortlichen der EKD-Schrift diesen katastrophalen Satz korrigieren?

Ergotherapeutische Praxis 20.11.2025, 14:17 Uhr:
>Ein heikles Unterfangen, denn so demokratisch, wie viele Protestanten ihre Kirche sehen, ist sie gar nicht verfasst<

Die tatsächliche Organisations- und Machtstruktur der Evangelischen Kirche Deutschlands wurde doch sicherlich schon mal von unbefangener, d.h. unabhängiger Seite her untersucht oder?

Publik-Forum
Publik-Forum
Einen Moment bitte...
0:000:00
1.0