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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2022
Der Inhalt:
Politik & Gesellschaft

Musik
Frohlocket, ihr Chöre!

Singen geht durch Leib und Seele, ist Ausdruck der Freude wie der Trauer. Im Gottesdienst, gerade in der Osternacht, spielt es eine besondere Rolle.
von Stefan Klöckner vom 18.04.2022
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Kirchenmusik, Gemeindegesang und chöre sorgen dafür, dass der Glaube nicht sang- und klanglos bleibt. (Foto: Lebrecht Music & Arts/Alamy Stock Photo)
Kirchenmusik, Gemeindegesang und chöre sorgen dafür, dass der Glaube nicht sang- und klanglos bleibt. (Foto: Lebrecht Music & Arts/Alamy Stock Photo)
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Was das Singen zu bewirken vermag, erlebte ich, als ich vor Jahren an einer Gedenkstunde teilnahm, die dem Gedächtnis der Gräueltaten in den Konzentrationslagern des »Dritten Reichs« gewidmet war. Der jüdische Kantor stimmte das Totengebet »El male rachamim« an, das für den »Jom Hashoah«, den Tag des Gedenkens an die Shoah, bestimmt ist.

Nie werde ich die tiefe Erschütterung vergessen, die mich seelisch und körperlich erfasste. Der Kantor führte seine Stimme an die äußersten Grenzen seines Tonumfangs. Er schluchzte, rief und schrie – dann wieder sang er klagend und nahm seine Stimme zurück ins Pianissimo. Auch wenn ich die hebräischen Worte nicht verstand, so begriff ich doch im Innersten, was sie meinten: »Gott voller Erbarmen, thronend in Himmelshöhen! Unter den Flügeln deiner Gegenwart mögen

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Schlagwörter: Gottesdienst Ostern Singen
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