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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2022
Opfer bringen
Der Krieg, Karfreitag und die Osterhoffnung
Der Inhalt:

Ein unentwegtes Geben

von Gotthard Fuchs vom 08.04.2022
Die Gottesfrage in den Gedichten von Christian Lehnert
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Die Verse des Dichters Christian Lehnert berühren auf eigentümliche und zugleich sehr bezeichnende Weise die Gottessuche der Gegenwart. Dieses »Dasein und Entschweben«, von dem Lehnert spricht, kennt den Schmerz von Verlust und die Erfahrung innigster Nähe. Es bleibt aber keine Leerstelle. Es gibt auch keine Fährte, der man folgen könnte. Vielmehr handelt es sich um einen Riss. Was in Büchners Drama »Dantons Tod« noch auf der Bühne gesprochen wurde, ist längst im Alltagsbewusstsein angekommen: »Das leiseste Zucken des Schmerzes, und rege es sich nur in einem Atom, macht einen Riss in der Schöpfung von oben nach unten.«

Nicht nur die überlieferten Gottesgewissheiten sind dahin. Längst bestimmt der Geist der Empörung die religiöse Szene, oft schon der Gestus der Verabschiedung Gottes. Von seiner A

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