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Resümee des Kirchentages
Ein Ort der Selbstbestätigung

von Christoph Fleischmann vom 11.06.2023
Statt dass die Kirchen die Politik kritisch befragen, lobt die Politik die Christinnen und Christen. Die hören es gern und werden politisch harmlos. Ein Kommentar
Der Schal verbindet: Gutes Gefühl statt politischer Wirksamkeit (Foto: epd/Thomas Lohnes)
Der Schal verbindet: Gutes Gefühl statt politischer Wirksamkeit (Foto: epd/Thomas Lohnes)
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Der Kirchentag als Zeitansage an die Politik: Das war vielleicht einmal. Es ist aber wohl längst umgekehrt. Der Bundespräsident machte die Ansagen an die »Brüder und Schwestern« gleich zu Beginn des Kirchentages: Jetzt sei auch Zeit für Waffen. Noch vor den Diskussionen sagt der oberste Repräsentant des Staates, was festzustehen hat. Und nur wenige fühlten sich düpiert. Seine Ansage kam ja auch im Gewand des Lobes darüber wie wichtig das vielfältige zivilgesellschaftliche Engagement der Christinnen und Christen sei.

Auch die anderen Politikerinnen und Politiker hatten diese Lektion gelernt: Man muss das Publikum kräftig loben, um möglicher Kritik vorzubeugen. Markus Söder, Robert Harbeck und Luisa Neubauer, alle fanden die Kirchen unheimlich wichtig. Sie bekundeten ihre Sympathie damit,

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Iris Liebner 22.06.2023, 13:07 Uhr:
Diese Kritik, der Kirchentag sei politisch zu harmlos gewesen, ist mir zu einfach. Pauschal gegen Einsatz von Waffen zu sein und generell ohne Differenzierung gegen den Asylkompromiss der EU protestieren wird der Realität nicht gerecht. Wir haben eine Zeit, in der es keine einfachen Lösungen gibt. Schwarz-weiß Malerei hilft da nicht und auch nicht auf militärische Einsätze mit dem erhobenen Zeigefinger zu reagieren. Der Einsatz von Waffen ist nicht generell böse oder unchristlich. Er kann zur Selbstverteidigung notwendig sein, wenn ein diktatorischer Agressor sich völlig unbeeindruckt von Appellen zeigt. Friedenswillen um jeden Preis ( Stichwort Preisgabe der Tschechoslowakei) als falsches Signal hat mit in die Katastrophe des zweiten Weltkrieges geführt. Die Ukraine hat ein Recht auf Selbstverteidigung und ihre Preisgabe wäre das Signal an Putin des weiter so, als nächstes Land Georgien oder Moldau oder….die lange Liste der ehemaligen jetzt selbständigen Sowjetrepubliken.

Pastor im Runestand Reinard Wick 12.06.2023, 18:18 Uhr:
Als langjähriger und regelmäßiger Kirchentagsbesucher, war ich aus dem im Artikel benannten Grund, vom Kirchentag in Nürnberg und der Atmosphäre sehr irritiert. Genauso habe ich es empfunden, als politisch harmlos. Es ging weitgehend nach dem Motto: Es gibt keine Patentlösungen, also lasst uns das Beste daraus machen und nett zueinander sein. Aber wo soll die Zivilgesellschaft Impulse entwickeln, wenn der Kirchentag dies nicht mehr leistet? Wo war die Auseinandersetzung um gesellschaftliche Werte, Ziele, Ethik? Kirchentag hätte sich verändert, sagte Thomas de Maiziére in seinem Schlusswort und wird sich weiter verändern, aber bitte nicht in diese Richtung. Ich hatte den Eindruck parteipolitisch instrumentalsiert zu werden. Ich habe mich auf weite Strecken unwohl gefühlt und mit meinen Anliegen und Fragen nicht ernst genommen. Es stand schon fest, was gelten soll - s. die zitierte Aussage des Bundespräsidenten.

Manfred Reichelt 12.06.2023, 06:34 Uhr:
Es gibt per se keine christliche Politik. Aber was der Kirchentag versäumte ist, einmütig darauf hinzuweisen, dass im "ewigen Leben" die Lösung aller menschlichen Probleme liegt - https://manfredreichelt.wordpress.com/2016/10/15/jesus-der-christus-traditionslos/ - und so irrt "die Welt" weiter orientierungslos herum.