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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 24/2018
Gott wird Wort
In der modernen Welt vom Unsagbaren reden
Der Inhalt:

Hürdenlauf für psychisch Kranke

von Andrea Teupke vom 21.12.2018
Ein Gesetz droht Therapien zu erschweren. Das ist unverantwortlich

Es gibt Worte, die sollte man sparsam verwenden. Katastrophe ist so ein Wort: Es bedeutet »schweres Unglück« oder »Ereignis mit verheerenden Folgen«. Wenn der jüngste Einfall von Gesundheitsminister Jens Spahn wie vorgeschlagen realisiert würde, hätte das tatsächlich verheerende Folgen: Obwohl die Suche nach Psychotherapieplätzen schon jetzt mühsam und langwierig ist, sollen psychisch Kranke in Zukunft erst ein Gutachten von einem Experten einholen, der einschätzt, ob und wie dringend sie eine Therapie brauchen. Diese Idee wurde kurzfristig in den Kabinettsentwurf für das neue »Terminservice- und Versorgungsgesetz« hineingeschrieben.

Zu Recht protestieren Betroffene und Fachleute gegen den Vorstoß. Mehrere Psychotherapeutenverbände kritisieren das Modell einer »gestuften und gesteuerten Versorgung« als »neues Nadelöhr«; es sei eine zusä

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