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Der Nackte auf dem Thron

Über die subtile Machtkritik im barocken Hochaltar von Stift Wilten.
von Rainer Hepler vom 04.11.2025
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(Foto: pa/imageBROKER)
(Foto: pa/imageBROKER)

Es ist kein Zufall, dass die Autobahn und die Gleise über den Brenner fast direkt am Stift Wilten bei Innsbruck vorbeiführen. Schon die Römer befestigten mit einem Kastell in Veldidena die Brennerstraße gegen die Germanen. Für das junge Christentum war Wilten ein günstiger Ort für eine Missionsstation. Auch der heilige Norbert scheint auf seinen Romreisen an dem Ort Gefallen gefunden zu haben und so kamen schon kurz nach der Gründung des Prämonstratenserordens im 12. Jahrhundert die ersten Brüder nach Wilten, der Orden blieb bis auf den heutigen Tag. Als 1644 der Turm auf die Kirche gestürzt war, beauftragte man Christoph Gumpp mit einem Neubau, der 1665 geweiht und nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges in der alten Form wiederhergestellt wurde.

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