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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2017
Reformationsjubiläum: Was bleibt?
Ein Streitgespräch zwischen Thies Gundlach, Margot Käßmann und Dorothea Wendebourg
Der Inhalt:

Vorgespräch: Wie werde ich Clown?

Michael Stuhlmiller leitet eine Clown- schule in Hofheim. »Entdecke den Clown in dir« heißt sein nächster Workshop. Wie lernt man, andere zum Lachen zu bringen?

Publik-Forum: Herr Stuhlmiller, oft zeichnet sich früh ab, wer humorvoll ist: In jeder Schulklasse gibt es einen Klassenclown. Braucht es Begabung, oder kann jeder lernen, wie man andere zum Lachen bringt?

Michael Stuhlmiller: Jeder Mensch hat etwas Komisches in sich. Manchmal gehört Mut dazu, das zu zeigen und rauszulassen, aber grundsätzlich kann das jeder lernen. Wir fangen in den Workshops spielerisch an, wechseln vom Spaß zum Witz, der schon hintergründiger ist, und von dort zum Humor – das ist die Kür. Ob ich Humor habe, hängt davon ab, ob ich mich traue.

Wer kommt zu Ihren Clown-Workshops?

Stuhlmiller: Die verschiedensten Menschen, von der Erzieherin bis zum Manager. Viele Pfarrer sind dabei, aber auch Personalchefs oder IT-Mitarbeiter der Deutschen Börse.

Warum machen all diese Menschen sich freiwillig vor anderen lächerlich?

Stuhlmiller: Ihnen geht es darum, spielerischer zu werden. Viele sehnen sich danach, aus dem engen beruflichen Alltagskorsett auszubrechen. Sie wollen mehr Freude und Leichtigkeit in ihr Leben bringen.

Der Albtraum für jeden Clown: Das Publikum lacht nicht über seine Späße. Was dann?

Stuhlmiller: Wenn ich auf der Bühne auf Lacher warte, habe ich schon verloren. Das muss man schon dem Publikum überlassen, ob und wann es lacht. Ich habe schon erlebt, dass jemand in der ersten Reihe saß und die ganze Zeit über ernst guckte. Später sagte er mir, er hätte sich schon lange nicht mehr so gut unterhalten gefühlt. Das Publikum muss