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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 21/2017
Reformationsjubiläum: Was bleibt?
Ein Streitgespräch zwischen Thies Gundlach, Margot Käßmann und Dorothea Wendebourg
Der Inhalt:

»Musik kann das Leben verändern«

von Andrea Teupke vom 10.11.2017
Klassische Musik gilt vielen als elitär und verstaubt – doch tatsächlich kann sie Menschen erschüttern. Warum wir sie dringend brauchen, beschreibt Berthold Seliger in seinem Buch »Klassikkampf«. Ein Gespräch über Trost, Sinn und Widerstand
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Publik-Forum: Herr Seliger, wann ist Ihnen zuletzt beim Musikhören ein Schauer den Rücken runtergelaufen?

Berthold Seliger: Das passiert relativ häufig, das letzte Mal im September beim Berliner Musikfest. Da habe ich das Flötenquintett von Isang Yun gehört ...

... einem modernen koreanischen Komponisten ...

Seliger: Ja, das kannte ich vorher nicht. Es ist wunderbar, so ein tolles Werk kennenzulernen. Da geht eine Tür auf, durch die ich noch nicht gegangen bin, und dann will ich sofort mehr wissen und erfahren! Bei einem zeitgenössischen Werk kann ich ja in der Regel nicht vorher die Partitur lesen, um mich auf das Konzert vorzubereiten. Auch hinterher kann ich das nicht sofort anal

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