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Aufgefallen: Anja Reich-Osang
Haltung ohne Geraune

Die preisgekrönte Journalistin Anja Reich-Osang verlässt die Berliner Zeitung. Für Holger Friedrich, den umstrittenen Verleger des Blattes, ist das ein Verlust. Ob er das auch erkennt?
von Constantin Wißmann vom 14.04.2026
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Leise, aber gehört: Anja Reich-Osang. (Foto: PA / DPA / Bernd von Jutrczenka)
Leise, aber gehört: Anja Reich-Osang. (Foto: PA / DPA / Bernd von Jutrczenka)

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Gute Journalistinnen sind Beobachterinnen. Sich selbst nicht in den Mittelpunkt zu stellen, gehört dazu. So sagt Anja Reich-Osang nicht viel zu ihrem Abschied bei der Berliner Zeitung. »Es war eine wunderbare Zeit in einer einzigartigen Redaktion«, steht in ihrem Facebook-Post – was man so schreibt, wenn man ohne Bitterkeit geht. In der Branche hat das dennoch für Wirbel gesorgt.

Das liegt nicht so sehr an ihr, sondern an ihrem Verleger. Holger Friedrich, ein zu Geld gekommener IT-Unternehmer, hat die Berliner Zeitung 2019 übernommen. Anfang 2026 gründete er die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung. Das ist an sich keine schlechte Nachricht für den Journalismus; Neugründungen sind selten gewor

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