Ausstellung »Praymobil« in Aachen
Blutende Kruzifixe und schwangere Madonnen

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Die Skulptur hat viel durchgemacht. Nach der Reformation sortierte man sie als Christusfigur aus. Dann bekam sie als Heiliger Urban eine neue Rolle und stand im Fenster eines Glockenturms – mit Blick auf die Reben. Jetzt liegt sie hinter Glas in einer Vitrine im Aachener Suermondt-Ludwig-Museum und bietet der Besucherin einen bemitleidenswerten Anblick: das Holz zerkratzt, malträtiert, die Nase abgebrochen, ein Arm verstümmelt, die Füße fehlen. Der Heilige Urban hatte im Mittelalter einen undankbaren Job. Als Schutzpatron der Winzer sollte er die Ernte schützen. Blieb der Erfolg aus, weil etwa der Frost die Reben beschädigte, ließen die Winzer ihren Frust an der Figur aus, warfen sie wütend die Treppe hinunter oder schleiften sie durch den Dreck. Verantwortung führte im Mittelalter schnell zu Bestrafung – Heilige wie Ur
»Praymobil – Mittelalterliche Kunst in Bewegung«, Suermondt-Ludwig-Museum Aachen, bis 15. März 2026. Ein reich bebilderter Katalog ist im Michael-Imhof-Verlag erschienen. Anmeldungen für eine Führung: [email protected]. Weitere Informationen:
suermondt-ludwig-museum.de




