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Streit um die Friedensdenkschrift der evangelischen Kirche
Frieden schaffen – jetzt mit Waffen?

Friederike Krippner und Jochen Cornelius-Bundschuh über die neuen Kriege und welche Herausforderungen sie den Kirchen stellen. Gibt die Friedensdenkschrift der EKD die richtigen Antworten? Ein Streitgespräch.
vom 08.04.2026
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Im Gespräch über den Frieden:Jochen Cornelius-Bundschuh und Friederike Krippner. (Foto: Thomas Lohnes)
Im Gespräch über den Frieden:Jochen Cornelius-Bundschuh und Friederike Krippner. (Foto: Thomas Lohnes)

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Publik-Forum: Frau Krippner, Herr Cornelius-Bundschuh, was war denn so neu an der Zeitenwende, dass es eine neue Friedensdenkschrift brauchte?

Friederike Krippner: Ich halte den Begriff Zeitenwende für irreführend. Denn Kriege gab es auch vorher, und seit der Besetzung der Krim 2014 hatten wir auch einen schwelenden gewaltvollen Konflikt in Europa. In den letzten zwei Jahrzehnten hat sich allerdings viel verändert: Wir erleben andere geopolitische Kräfteverhältnisse, die Zahl der Kriegstoten ist angestiegen. Global gesehen gibt es so viel Investitionen ins Militär wie nie zuvor. Wir haben eine digitale Revolution, die dazu führt, dass wir viel leichter Opfer von Desinformationen werden. Die Klimakrise schreitet voran. Vor diesem Hintergrund haben si

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Georg Lechner 26.03.2026, 19:05 Uhr:
"Solange Ihr mit uns in den Krieg zieht, ist uns Euer Status (gemeint war die Neutralität) egal." - so zitierte die "Presse" vom 18.11.2004 den damaligen deutschen Botschafter in Österreich.
Bereits 1991 machte Helmut Kohl die faktische Preisgabe der Neutralität zur Bedingung für einen EU-Beitritt Österreichs (von der "Wirtschaftswoche" aufgezeigt).

Georg Lechner 26.03.2026, 18:36 Uhr:
Die Menschen sind auch deswegen immer weniger bereit zum Kriegsdienst, weil
- die Normalos den Kopf hinhalten müssen
- alle Kriege der letzten Zeit von massiven Lügen begleitet waren (z.B. Babymordlüge bei "desert storm" 1991, angebliches Massaker von Racak - von Alice Mahon widerlegt - beim völkerrechtswidrigen Krieg der NATO gegen Serbien, Lüge von den Massenvernichtungswaffen im Irak beim völkerrechtswidrigen )Krieg der USA 2003)
- der Filz aus Rüstungsindustrie, Politik und Medien einen Eselslärm bei Investitionen in die Zukunft (Bildung, Soziales, Maßnahmen zu Klimaschutz) veranstaltet, aber nichts gegen übermäßige Rüstungsausgaben hat

Britta Dr. Martini 26.03.2026, 12:08 Uhr:
Mir fiel auf, daß die Namen Israel und Palästina im Interviewgespräch nicht genannt wurden. Dafür aber: Deutschland und die europäische Perspektive und ‚unsere‘ Schutzbedürftigkeit. Daß Deutschland und die EU für Kriege außerhalb Europas nicht auch verantwortlich sind, indem sie durch wirtschaftliche Interessen der Bevölkerung in anderen Staaten ein Leben in gerechten Verhältnissen verunmöglichen und somit Armut und Kriege befördern, wird in der Denkschrift ausgeblendet; von uns als Waffenexportlieferanten zu schweigen, und von der Staatsraison-Formel, die freundlich-kritische, kompetente Beratung der israelischen Regierung verhindert und ebenso die Unterstützung der in Israel, in den palästinensischen Gebieten und in Deutschland für Frieden zwischen Israel und Palästina arbeitenden NGOs (u.a.: Rabbis for Human Rights; Parents Circle Friends Forum). Die aktuelle Friedensdenkschrift macht mich traurig mit ihrer Selbstbezogenheit.

Thomas Bartsch-Hauschild 26.03.2026, 09:51 Uhr:
Frieden schaffen- nur mit Waffen zur Selbstverteidigung? Die EKD hat den Pfad der friedlichen Konfliktlösung in der ganzen Welt den Rücken gekehrt. Frieden ist Nächstenliebe- kein Fundamentalismus- der sich in der Gewaltphantasie seine Macht zu sichern. Putin und Trump- sind die Protagonisten die heutigen Zeit und wie lange noch?

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