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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2020
Erbsünde Rassismus
Schwarze Befreiungstheologie von der Sklaverei bis zur Ermordung George Floyds
Der Inhalt:

Corona – wer soll das bezahlen?

von Ulrike Herrmann vom 29.06.2020
Gigantische Summen wird der Staat zur Belebung der Wirtschaft wegen Corona ausgeben, es sind fast eineinhalb Billionen Euro. Wer wird für diese Schulden einmal aufkommen müssen?
Mehr als eine Billion Euro investiert der deutsche Staat wegen Corona (Foto: TeamDAF/alamy; istockphoto/BlackJack3D)
Mehr als eine Billion Euro investiert der deutsche Staat wegen Corona (Foto: TeamDAF/alamy; istockphoto/BlackJack3D)

Die Summen sind gigantisch, die der deutsche Staat ausgibt, um die Coronakrise zu bewältigen. Knapp 1,4 Billionen Euro sind inzwischen eingeplant – unter anderem für Kurzarbeitergeld, Zuschüsse, Notkredite an Firmen und ein Konjunkturpaket.

Diese enormen Summen müssen erstaunen, denn noch vor Kurzem galt das Mantra, dass der deutsche Staat eine »schwarze Null« erwirtschaften soll. Es wurde der Eindruck erweckt, dass die Steuermittel extrem knapp seien. Doch plötzlich scheint das Geld vom Himmel zu regnen.

Der Eindruck ist nicht ganz falsch. Das Geld entsteht tatsächlich aus dem »Nichts«. Es wird neu geschöpft, wenn der Staat Kredite aufnimmt. Finanzminister Olaf Scholz hat seine Corona-Maßnahmen mit einer »Bazooka« verglichen – und theoretisch könnte er seine Finanz-Waffe immer wieder neu laden, um mit »Wumms« Geld in die Wirtschaft zu schießen.

Viele Menschen sind beunruhigt, dass der Staat jetzt einfach Geld »druckt«. In Deutschland ist die Sorge traditionell groß, dass es erneut zu einer Inflation kommen könnte. Von Generation zu Generation wurde das Trauma vererbt, dass nach den beiden Weltkriegen 1923 und 1948 jeweils das gesamte Finanzvermögen verloren ging. Derzeit ist die Angst jedoch unbegründet, dass eine rasante Geldentwertung drohen könnte. Aktuell liegt die Inflation in Deutschland bei 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Es ist auch gar kein Wunder, dass die Preise dümpeln. Durch die Coronapandemie sind fast alle Firmen in der Krise, und viele Verbraucher so verunsichert, dass sie kaum Geld ausgeben, obwohl die meisten Geschäfte wieder geöffnet sind. Wenn aber Fabriken und Läden um jeden einzelnen Kunden werben müssen, steigen die Preise nicht. Eher liefern sich

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