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Kerstin Claus

Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung empfiehlt Schutzkonzepte der katholischen Kirche als Modell für Kommunen.
vom 03.05.2026
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Kerstin Claus (Foto: UBSKM/Barbara Dietl)
Kerstin Claus (Foto: UBSKM/Barbara Dietl)

Kerstin Claus, Unabhängige Bundesbeauftragte gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen (UBSKM), sieht Fortschritte in der katholischen Kirche, was den Schutz von Kindern und Jugendlichen betrifft. »Auch wenn das nicht überall in gleicher Qualität umgesetzt wird, steht doch fest: Viele Gemeinden und Einrichtungen haben mittlerweile eine hohe Kompetenz und eine Kultur des Hinsehens entwickelt«, sagte Claus im Kölner Domradio. Zu besserer Prävention hätten katholische Kitas, Schulen und Jugendarbeit »vielfältige Strukturen und Handlungskompetenzen aufgebaut« – so sehr, dass viele Kirchengemeinden mittlerweile »der kommunalen Ebene einen Schritt voraus« seien.

Deshalb wirbt Claus für eine Vernetzung kirchlicher Einrichtungen mit kommunalen Entscheidungsträgern: »Von katholischen Strukturen, die viel an diesem Thema gearbeitet haben, können wichtige Impulse in Richtung anderer Strukturen ausgehen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, vollkommen egal, ob es um Vereine oder kommerzielle Anbieter geht.« Die Entwicklung umfassender Schutzkonzepte sowie verpflichtende Fortbildungen seien elementare Bausteine, um sexuellen Missbrauch zu verhindern und junge Menschen zu stärken, so Claus. Durch diese Koalition könnte eine »flächendeckende Sicherheitskultur« entstehen. Kinder und Jugendliche könnten so in jedem Lebensbereich – unabhängig vom jeweiligen Freizeitangebot – ein kompetentes und geschütztes Umfeld vorfinden. Und es ließen sich »sichere Räume« schaffen für Minderjährige, »die in ihrem familiären Umfeld Belastungen oder Gewalt ausgesetzt sind«.

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