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Aufgefallen
Der Mann im Käfig

Vor fünf Jahren wurde der Uigure Ilham Tohti in China zu lebenslanger Haft verurteilt. Jetzt bekommt der Menschenrechtler den Sacharow-Preis
von Peter Rudolph vom 18.12.2019
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Für Versöhnung: der Uigure Ilham Toht (Foto: The New York Times/Redux/Laif)
Für Versöhnung: der Uigure Ilham Toht (Foto: The New York Times/Redux/Laif)

Vor drei Jahren erhielt Ilham Tohti den Martin-Ennals-Preis. Mit dieser Auszeichnung ehren zehn Menschenrechtsorganisationen gemeinsam Personen, die sich »unter Inkaufnahme großer persönlicher Risiken« für die Menschenrechte einsetzen. »Inkaufnahme großer persönlicher Risiken«, das hieß für den uigurischen Wirtschaftsprofessor an der Pekinger Minzu-Universität: permanente Überwachung – im Park mit Richtmikrofonen, im Hörsaal mit Videokameras, durch die Anwesenheit von Polizei in zivil; Einschüchterung (»Du redest zu viel!«); Streichung seines Lehrangebots; Abschaltung seiner Webseite; Verweigerung des Zugangs zum Gymnasium für seine Tochter; Scheidung von seiner ersten Frau, weil sie die Einschüchterungen nicht mehr ertrug; Festnahmen; schließlich Verurteilung zu lebenslanger Haft wegen angeblichem »Separatismus und der Anstachelung zum Rassenhass«. Tohti selbst nannte sich einen »Mann im Käfig«.

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Schlagwort: China
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